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Alltagsgedicht zum Thema Alltag
von hier klicken Isaban.

Was bin ich, bin ich froh, du bist noch da,
bist bockig, trotzig, glatzig, schreist nach mir.
Trotz Schläuchen komm ich vorsichtig ganz nah.
Du meckerst, ärgerst mich, doch du bleibst hier.

Schon wieder, wieder kommt die weiße Meute,
sie stechen dich, entnehmen dir dein Blut.
Auch heute gehen sie nicht ohne Beute.
Du schlägst um dich und brüllst vor Angst und Wut.

Schon lange, lange fehlen mir die Worte,
ich quetsche mich aufs Bett und halt dich warm.
Am Nachmittag, da willst du plötzlich Torte.
Du kotzt sie aus und liegst in meinem Arm.

Am Morgen herrscht erstickend graues Schweigen.
Das Bettchen nebenan: seit heute leer.
Die Schwester zieht es ab, als würd das zeigen:
ein Abschnitt ist zu Ende, schaut nicht her.
Ihr seid noch da. Die Kleine kommt nicht mehr.

URL dieses Textes: hier klicken www.keinVerlag.de/153514.text

Anmerkung von Isaban: Der Text betrifft keine aktuelle Lebenssituation.

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Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

Arvin Kommentar von hier klicken Arvin (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Sehr traurig und ergreifend!!!
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Kommentar von Nehemoth (25) (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Jetzt kommt mir meine Welt heiter vor.
Dieses Gedicht ist sehr bitter und dabei bedrückend real, zieht mich in seinen Bann und schmerzt nachhaltig.
Aua!
Wenn die Lichten finster werden, fürchtet sich die Finsternis ;).

lg Frank

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Kommentar von shakti (66) (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Einfach treffend die schnodrige kotzende Wahrheit des Alltags beschrieben, ohne dichterisches Schönreden.
Ist dir hervorragend gelungen, was bedeutet K3 darüber? LG Rita

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Kommentar von StefanP (58) (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Eine sehr bedrückende Schilderung einer Situation, in der so viele Realitäten auf einen einschlagen, daß man glaubt, den daraus resultierenden Gefühlen nicht gewachsen zu sein. Man sieht, hört und spürt und ist hilflos. Man kann nur hoffen und versucht mit Liebe zu mindern.
Liebe und herzliche Morgengrüße
Stefan

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Kommentar von janna (60) (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Sehr traurig und berührend. Und es klingt so realistisch...

Schönen Feiertag und lg

Janna

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Schroebibri Kommentar von hier klicken Schroebibri (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Aua! Das ist so drastisch beschrieben, daß es weh tut und ich werde gerade ganz demütig und bin froh, daß ich den heutigen Tag gesund genießen darf. LG -Schroebi!
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MicMcMountain Kommentar von hier klicken MicMcMountain (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Nicht mehr aktuell, doch noch existent im verdichteten (Unter)Bewußtsein, offenbar. Bedrückend real, hart an der Schmerzgrenze, Ohnmacht und die verzweifelte Kraft der Liebe.
Es macht demütig im Angesicht eines solch wunderschönen Frühlingsmorgen. Herzliche Grüße
Mic

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SuseChrist Kommentar von hier klicken SuseChrist (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Mich erinnernt es an eines der mir wichtigsten Bücher: "Im Himmel warten Bäume auf dich". Dein Text, er klingt traurig, verzweifelt, zwischen Hoffen und Aufgeben. Stark. Und ich wünsche Menschen, die in einer solchen Situation sind, dass sie die Kraft behalten...
Lieben Gruß in den Maimorgen,
Suse

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Kommentar von zackenbarsch† (74) (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Vielleicht bin ich ja etwas zu sentimental, aber mir sind wieder mal die Tränen gekommen. Einziger Trost: Deine Anmerkung! Danke, liebe Sabine.
Trotzdem ein schönen Maifeiertag
wünscht Dir
Friedhelm

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MarieM Kommentar von hier klicken MarieM (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Ich möchte hier keine weiteren Worte verlieren, Sabine, außer, dass du "alles" gesagt hast auf deine unnachahmliche Weise - und dass ich froh bin, dass auch Themen wie dieses von dir geschrieben werden.
Mit ganz lieben Grüßen in deinen Sonntag!
Dein Mariechen

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Kommentar von Nunny (73) (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Liebe Sabine,
dein Gedicht ruft auf unnachahmliche Weise Szenen in mir wach, die ich bitter kennen gelernt habe, Strophe 1 bis 3 ebenso wie Strophe 4. Man verdrängt ja so etwas, aber es ist doch da und kommt manchmal wieder intensiv an die Oberfläche.
Berührte Grüße von Gisela

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Kommentar von Synonym (32) (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Fabian_Probst Kommentar von hier klicken Fabian_Probst (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
gut geschrieben, interessantes Thema, gut umgesetzt. Nur die Wiederholungen in den jeweils ersten Zeilen finde ich absolut unpassend. Das gibt dem ganzen so einen Schlager-Charakter, dem es ja nun nicht gerecht wird. Würde ich überdenken. Gruß, Fabian
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Maya_Gähler Kommentar von hier klicken Maya_Gähler (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Meinen Kommentar hierzu kennst du ja schon.
Herzliche Grüße
Maya

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Kommentar von orsoy (44) (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
puh liebe sabine, mit diesen zeilen weckst du auch in mir jede menge bilder...krebs, chemotherapie, hoffen und bangen, hilflosigkeit, grenzen der emotionalen belastung, und und..eigentlich fehlen die worte . selbst, ich kann es verstehen , nachfühlen, ist mir mich zu anmaßend wenn man nicht gerade "mittendrin" steckt... im gegensatz zu fabian empfinde ich die wiederholungen als passend, gerade wegen dem IMMER wieder und dem ANDAUERNDEN lange, hilflosigkeit-fassungslosigkeit...ja, puh....liebe grüße,konni
(Kommentar korrigiert am 01.05.2007)

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Kommentar von steinkreistänzerin (46) (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
k3 wird wohl die bezeichnung der kinderstation in der klinik sein, richtig? mich erinnert das an die kleinen krebspatienten in der klinik, in der ich arbeite. und es macht mich nicht gerade froh. trotzalledem bewundere ich immer wieder diesen mut dieser kinder, die sich mit ihrem schicksal ganz anders auseinanderzusetzen scheinen als große krebspatienten.
hmpft.
traurige grüße von annette

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Kommentar von Pusteblume (28) (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Du hast mich zum weinen gebracht...
Ich hätte nicht gedacht, dass Worte so brutal sein könnten.
Ein (verbaler) Faustschlag, der einen plättet, unruhig macht.
Ich hoffe diesesr Altag kehrt nicht wider.
Mir fehlen passende Worte...

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BrigitteG Kommentar von hier klicken BrigitteG (01.05.2007)    diesen Kommentar melden
Ja, es ist gut, Sabine. Gut in seiner nüchternen Beschreibung der Situation, ohne "Verkitschung" durch Pathetik und darum umso eindringlicher. Und die letzte Zeile ist ein wirklich passendes und deswegen so intensiv wirkendes Ende Deines Gedichtes. Liebe Grüße, Brigitte.
(Kommentar korrigiert am 01.05.2007)

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Kommentar von Balu (57) (02.05.2007)    diesen Kommentar melden
genau wie brigitte es kommentiert, sind auch meine eindrücke

hier wäre wortgetöse völlig unangebracht

und dieses verhalten der mutter bei ihrem kranken kind,
sehr stark, sehr echt (nur ganz wenige väter können so fühlen)

balu meint
eines der besten von sabine

LG Knut

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Gedankenstaub Kommentar von hier klicken Gedankenstaub (02.05.2007)    diesen Kommentar melden
(Über)Lebenskampf eines Schwerstkranken mit vielen Facetten in ergreifende Bilder gewandelt...

Eigentlich ist soetwas nicht schön. Nur die Art des Umgangs in gelungenen Zeilen.

LG,
Clea.

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Kommentar von myrddin (47) (09.05.2007)    diesen Kommentar melden
Harte Worte.
Schonungslos konfrontierst Du den Leser mit der kalten, sterilen Welt eines kranken Menschleins im Krankenhaus. Beim Lesen schaudert mich, so real brutal kommen die Worte rüber. Nein, es sind keine schönen Dinge, die Du beschreibst, aber sie gehören zum Leben.
Authentisch umgesetzt.

Lieben Gruss
Ralph

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Kommentar von hier klicken Sensor (22.06.2007)    diesen Kommentar melden
Plötzliche Schluckbeschwerden.....bleib stark!
LG Rolf

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Lluviagata Kommentar von hier klicken Lluviagata (05.05.2012)    diesen Kommentar melden
Ohne großartige Gefühlsduselei beschreibst du den eigentlich unbeschreibichen Alltag.
Gut, dass du es hervorgeholt hast!

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janna Kommentar von hier klicken janna (18.05.2012)    diesen Kommentar melden
Eines deiner besten.

Liebe Grüße

janna

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zum Zwecke des Urheberschutzes registriert bei der VG Wort
  
Isaban
Veröffentlicht am 01.05.2007, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 18.05.2012). Dieser Text wurde bereits 2001 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.06.2013.
Lieblingstext von:
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Leserwertung
· berührend (8)
· schmerzend (8)
· ergreifend (6)
· traurig (5)
· aufwühlend (4)
· beunruhigend (3)
· düster (2)
· schockierend (2)
· anklagend (1)
· bissig (1)
· gefühlvoll (1)
· nachdenklich (1)

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