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SteuerfrauBild zum Thema Lebenszeiten von souldeep.
 WellenLecken (von souldeep).
Da blitzt die See wild durchs Gehirn,
schäumt die Wellen auf und nieder,
bepackt mit Stoffen, Nadel, Zwirn
und Gewändern überm festen Mieder,
die Pinsel samt Farbe in der Bagage,
denn auch malen wird sie wieder,
ganz egal ob mit, ob ohne Gage.
Wind zaust wie ein Freund ihr Haar,
flüstert Fernwehmelodien ins Herz,
auf dass sie sinnbildwärts nun fahr,
hinter sich lässt den alten Schmerz,
sich endlich an neue Ufer zu wagen.
Wie leicht ihr wird, da vorne am Bug,
gestreckten Rückens, die Gedanken tragen,
erhebt sie die Stimme, wird leicht wie im Flug.
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URL dieses Textes: www.keinVerlag.de/179439.text
Anmerkung von souldeep: .
Baluderbär gab mir den Titel, das eine Wort -
ich schrieb dies und er schrieb seins dort...
dank sei ihm :) |
Kommentare und Diskussionen zu diesem Text
Kommentar von Klopfstock (60) (08.11.2007)
 Liebe Kirsten, rhythmisch ufert Dein Gedicht ziemlich aus -
es ist sehr schwer ihm eine Melodie zu geben....es holpert...
Ich habe versucht es ein wenig in eine Form zu bringen,
wobei die letzten beiden Zeilen nur ein Notbehehelf sind
irgendwie gelingt es mir nicht harmonisch abzuschließen:
Steuerfrau
Da blitzt die See wild durchs Gehirn,
und schäumt die Wellen auf und nieder,
bepackt mit Stoffen, Nadel, Zwirn,
Gewändern über festem Mieder,
mit Farb und Pinsel in Bagage,
denn malen wird sie sicher wieder -
egal ob mit, ob ohne Gage.
Der Wind zaust wie ein Freund ihr Haar,
pfeift Fernwehmelodien ins Herz,
auf dass sie sinnbildwärts nun fahr.
So läßt sie hinter sich, den Schmerz,
will sich an neue Ufer wagen.
Wie schwerelos wird ihr am Bug,
Gedanken straffen Rückens tragen,
hebt sie die Stimme.....
wird leicht und leichter
wie im Flug
Herzliche Grüße, Irene ;-)))))
P.S. ich hoffe, daß Du mir nicht böse bist, weil ich
so gepfuscht habe...*g*...
(Kommentar korrigiert am 08.11.2007)
souldeep meinte dazu am 08.11.2007:
Liebe Irene,
wenn einer gepfuscht hat, dann bin ich das in Deinen
Augen oder Ohren wohl viel eher, hm?!
:)))
Ganz herzlichen Dank fürs unter die Arme oder eben
Reimgehör greifen - ich bin da ja bekanntlich eher etwas
schwer von Begriff ;)
Hier hatte ich mir sehr gewünscht, dass mir jemand mit
(dem) Takt hilft - schön, dass Du es bist!
Frohe Grüsse Dir
Kirsten
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Kommentar von C.S.Steinberg (08.11.2007)
 Hm, vielleicht lese ich es anders, wobei Klopfis Version auch nicht schlecht klingt,
dein Bild klingt bei mir, lach nunja es liegt wohl immer daran wie man es für sich umsetzt.
In Dein Bild selber intapretiere ich einen Menschen, der seine Vergangenheit gelebt hat, eventuell nicht viele glückliche Seiten sah,
aber aus den wenigen schönen, seine liebsten Stücke zusammen packte und Gerade wieder aufsteht und sein Leben neu/weiter/ beginnt.
Wieder begreift und versteht zu leben, denn man tut es eben nur einmal.
Wieder fühlen kann(der Wind zb der auch Kraft spendet)
Alte Lasten nicht vergisst aber versteht damit anders umzugehen.
So liest es sich für mich und ich mag die Bilder wo sich jemand erkennt und egal was geschah, geschieht erkennt, es gibt immer ein weiter leben und für sich nicht nur die negativen seiten aufspaart sondern eben auch die Kraft aus dem vergangenen schönen schöpft und die Schultern wieder strafft, egal welcher Sturm da noch kommt.
Jeder hat den Untergang erfahren, aber wir können selber neue Schiffe bauen, denn es ist das Leben und nur unsere kurze Zeit.
lg an dich, cashim
souldeep meinte dazu am 08.11.2007:
hej, cashim, du hast es so gut beschrieben, was ich hinein
gelegt habe - ich denke, irene hat es vom sinn her kaum
verändert, sondern nur in der form...
ja, die stationen im leben verlangen manchmal einen stand-
ortwechsel...egal wie alt und erfahren wir sind, es begegnet
uns eben immer wieder.
danke für dein tiefes hineintauchen - ich freue mich sehr!
herzlichst
kirsten
:)
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Kommentar von Balu (57) (08.11.2007)
 das Bild
gedanken wandern weite strecken
wissend, wo solch wellen strände lecken
"erhebt die Stimme, wird leicht wie im Flug"
das, liebe Kirsten will ich meine Lieblingszeile nennen
es ist das Verlassen der Schwere, was neue Ufer erkennen lässt
Balu
frauendiesichtrauenmögend
souldeep meinte dazu am 08.11.2007:
ja, das ist der schlüssel zum wagnis neuleben, denke ich;
leicht sein und die stimme, die innere melodie erheben -
am besten gleich mit dem meeres- und windgesang :)))
herzlichen dank dir - für anregung und so...
:)
kirsten
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Kommentar von Lebenslust (63) (09.11.2007)
 Jaaaa, immer wieder aufstehen und weitermachen trotz vieler Nackenschläge ... die Botschaft ist mir wohlbekannt ... ich leb´ sie auch. Ganz liebe Grüße von Birgid
souldeep meinte dazu am 09.11.2007:
liebe Birgid,
dass du diese nackenschläge kennst, das glaube ich dir
aufs wort - und ich danke dir für dein kräftiges mitsingen hier.
:)
herzliche grüsse in ein feines we mit der hoffnung auf kraftvolle
momente und melodien,
kirsten
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Kommentar von steinkreistänzerin (46) (17.11.2007)
 sachma madel, bist du eigentlich neben mir am meer spaziert und ich habs nicht mitbekommen? wellenlecken...ach, ich tauche ab in dieses wunderbare gefühl...weißt schon :-))
steuerfrauen überwinden manch sturm und laufen auch schon mal auf grund, aber untergehen, das tun sie nie.
ein freund schickte mir mal ein bild, alter bunter kahn, darauf ein steuermann mit fernglas in der hand, und darunter dieser spruch:
"Ich kann nicht zu anderen Ufern vordringen,
wenn ich nicht den Mut habe,
das alte zu verlassen"
von André Gide
ich glaube dem, und deinem gedicht ist nichts mehr hinzuzufügen.
liebe grüße von annette
souldeep meinte dazu am 17.11.2007:
jo, ich konnt dich doch nicht drei wochen lang vermissen.
:)))
jaaa...ich weiss...*strahl*
du sagst es - sie zweifeln zwar selbst immer wieder an sich
und am ausgang der stürme...aber irgendwie schaffen sie es.
diese weisheit kann ich fühlend nachvollziehen und ich danke
dir fürs ergänzen.
mit herzensgrüssen
kirsten
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