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Für einen winzigen Augenblick des Sterbens...Text zum Thema Selbsthass/verletzung/mord von ZornDerFinsternis.
Sternenhagel, trägst du in den rabenschwarzen Augen.
Leere, von den Stürmen der Gezeiten.
Angriffslust und inbrünstige Wut,
in einem madenzerfressenen Fleischball, der einst "Herz" als Namen trug.
Wolkenfronten, von dunkelstem Grau, beschränken deinen Horizont...
an dem, die Sonne niemals aufging.
Dunkelheit und Wehmut,
zeichnen dein namenloses Antlitz.
Furcht und Erhabenheit gegenüber dir, malen ein paar farblose Tupfer
in die Nacht.
Der Geist der Freiheit
hat sich längst in den Seelenruinen, in deinem Innern, erhängt.
Du stehst noch immer leise weinend dort.
Und fragst dich, wo das Leben; dein Leben, geblieben ist.
Fluchtreflexe und Panik
attakieren die Leere des Alltags.
Schmerzen merzen die Grausamkeiten dieses irdischen Höllen-Seins
aus.
Dunkelheit war es, aus der du einst gekommen warst.
Sie wird es sein, die dir wieder Heimat gibt.
Einen stillen, friedvollen Ort - ohne Hass und zermürbende Sorgen.
Gedanken zeichnen Bilder von Leichenbergen.
Menschenaugen starren aus dem kalten Glas - durch dich hindurch.
Wieder wetzt du deine Klingen.
Zerschlägst mit aller, letzter Kraft, das Rettungsboot.
Verschließt die rettende Hintertür.
Kettest dich an den mitreißenden Abgrund fest.
Du hast immer schon geglaubt, deine "Bestimmung" sei es,
zu verlieren.
Deine "Bestimmung" sei, zu leiden, um jeden Preis.
Hast aufgehört, die Tränen zu zählen.
Aufgehört, den Atem und die Zeit, anhalten zu wollen.
Es ändert sich nichts, wenn ich mich nicht verändere.
Deinen Weg, setzt du nicht mehr fort.
Entsinnst dich nicht mehr, an den letzten, noch glühenden Funken, deines (Über-)Lebenswillens.
Deine Zeit ist abgelaufen, hast du gesagt.
Sie hält an.
Ganz abrupt - für immer.
Sie bleibt stehen.
Nur die Welt, dreht sich unbekümmert weiter.
Der Regen fällt... im Herbst, im Sommer.. - so, wie immer.
Auf Nacht, folgt Tag - so, wie immer.
Nur du,
du stehst nicht mehr da.
Nicht mehr dort, an deinem Platz.
An der Mauer, unter dem alten Eichenbaum.
Lächelst nicht mehr,
um Verzweiflung und den wütenden Schmerz in deinem Innern,
zu verbergen.
Weinst nicht mehr,
um die Menschen, die man dir nahm.
Die Würde, das Lachen, das Leben...
das man(n) dir nahm.
Suchst nach keinem
Ausweg mehr.
Nach keiner Antwort,
auf so viele bedeutungslose Fragen.
Wirst nie wissen,
was es heißt Geborgenheit
und Halt zu erfahren.
Wirst dieses Gefühl,
das alle "Liebe" nannten,
niemals (ver-)missen.
Sie steht.
Kein Sandkorn verblieb für dich.
Auch der Wind, singt heute nicht.
Nur die Welt, dreht sich.
Still und laut zugleich.
Nur du,
du stehst nicht mehr da.
An deinem Fenster.
Mit Tränen im Gesicht.
Der Wind, umspielt dein langes,
glänzendes Haar nicht mehr.
Sie ist tot.
Angehalten.
Für einen winzigen
Augenblick des Sterbens.
Nur du,
du stehst nicht mehr da.
Keine Zigarette.
Keine Narben mehr.
Du hast angehalten.
Die Welt nicht.
Doch,
vielleicht sein Herz,
für einen Moment.
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URL dieses Textes: www.keinVerlag.de/267027.text
Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

Kommentar von franky (08.04.2010)
 Hi liebe Anni,
Da schimmert zeitweise zwischen den Zeilen der Verlust eines gelibten Menschen hindurch...
Du hast aber keine schöne Erinnerung an diesen mit dem wurmigen Herzmuskel.
Bist du unschön verlaßen worden, das hält auch schlimme, Nachhaltige Gedanken in dir wach.
Sei den Augenblick eines Gedanken ein bisschen Glücklich,
Dann könnten noch Schritte darauf folgen.
Herzliche Abendgrüße
Von Franky:))
ZornDerFinsternis meinte dazu am 08.04.2010:
Ach Franky :) ...das sind mal wieder so putzige, liebenswerte Zeilen von dir, die mir doch gerade wirklich ein Lächeln abgewinnen können :)
Vielen Dank, für deine Mühe, zu lesen und auch noch zu kommentieren und überhaupt, für alles :)
Anni
Chkavhchkah (21) antwortete darauf am 13.04.2012:
.. boah :o das hat mich jetzt irgendwie mitgemommen o_O .. tolles Stück!
...und Deine Meinung zu diesem Kommentar?
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Veröffentlicht am 08.04.2010. Dieser Text wurde bereits 886 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 21.05.2013. Leserwertung
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