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Zugfahrt

Erlebnisgedicht zum Thema Alleinsein
von hier klicken AZU20.

schienen im stetigen
rhythmus ihrer
ratternden melodie
trostlos stolpernd ohne ende

menschen aneinander gepfercht
wie gespenster inmitten
unwirklich verwischter landschaften
aus ihren lippen quellen worte unhörbar
wie in endlosen gebeten

blauweiß gestreifte hemden in
graue hosen gestopft blusen
lässig um dralle körper
gehängt beine zu unentwirrbaren
haufen gestapelt strümpfe
manche mit winzigen löchern
aus engen schuhen befreit
farben, gerüche, geräusche
verdampfen lautlos in
der geschwängerten luft des
überfüllten abteils

lebhafter hintergrund
meines schweigens

URL dieses Textes: hier klicken www.keinVerlag.de/296776.text

Kommentare und Diskussionen zu diesem Text

Kommentar von frauenfeder (49) (03.04.2011)    diesen Kommentar melden
jeder der schon mal Zug gefahren ist, kennt diese Bilder und auch das Gefühl des All/ein/sein
sehr schön beschrieben
Herzliche Grüße in den wundervollen Sonntag
frauenfeder

hier klicken AZU20 meinte dazu am 03.04.2011: Freue mich, dass du es nachvollziehen kannnst. Vielen Dank und lG in den Sonntag, leider leicht verregnet

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Jorge Kommentar von hier klicken Jorge (03.04.2011)    diesen Kommentar melden
Inmitten so vieler Geräusche und Gerüche und wechselnder Landschaft bei einer Zugfahrt kann sich der Reisende auch sehr allein fühlen.
Aber die Gesellschaft so vieler fremder Leute auf engem Raum kann einem auch die Chance geben , das Alleinsein hinter sich zu lassen. LG

hier klicken AZU20 meinte dazu am 03.04.2011: Da hast du natürlich Recht. Danke und einen schönen Sonntag noch

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EkkehartMittelberg Kommentar von hier klicken EkkehartMittelberg (03.04.2011)    diesen Kommentar melden
Diesen Erfahrungshintergrund hat fast jeder und jeder Leser wird wohl nach der Lektüre deines Gedichts nach seinem Gefühl fragen. Es bleibt offen, ob das LyrIch sich nur allein oder auch einsam fühlt. Das macht für mich neben dem gut getroffenen Rhythmus die besondere Faszination deines Gedichts aus.
LG Ekki

hier klicken AZU20 meinte dazu am 03.04.2011: Ich danke dir sehr für den interessanten Kommentar und die Extras. LG in den Sonntag

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Kommentar von hier klicken chichi (03.04.2011)    diesen Kommentar melden
Mir scheint, dass Dir diese Gedanken und Gefühle während einer Fahrt in einem überfüllten IC gekommen sind. Du hast die gut wiedergegeben.
LG zum Sonntag
Gerda

hier klicken AZU20 meinte dazu am 03.04.2011: Ja, vom Flughafen nach Hause. Und im Flieger war es schon nicht gerade komfortabel. LG in den Sonntag und danke

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Kommentar von hier klicken Jack (03.04.2011)    diesen Kommentar melden
Der Schluss rritiert etwas i, dennoch ein (für die Bahn eher weniger) gutes Erlebnisgedicht.
hier klicken AZU20 meinte dazu am 03.04.2011: Aber genauso war es. Zum Schluss: Ich schottete mich ab. Vielen Dank für alles und einen schönen Restsonntag

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Kommentar von steyk (57) (03.04.2011)    diesen Kommentar melden
Erinnert mich an den CityNightLiner der Deutschen Bahn, in dem ich vor etwa einem Jahr 7 Stunden verbrachte und mir danach vornahm, eine derartige Reise nur dann noch zu unternehmen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen sind ;-)
Liebe Grüße,
Stefan

hier klicken AZU20 meinte dazu am 03.04.2011: Stefan, ich fühle und handle mit dir. LG in den Sonntag und danke

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Lena Kommentar von hier klicken Lena (03.04.2011)    diesen Kommentar melden
Sehr nachvollziehbar, lieber Armin, man kann sich richtig mit ins Abteil setzen, treffende Worte lassen einen mitfahren und -fühlen... erinnert mich an meinen Text "Im Zug", ich schaute allerdings mehr aus dem Fenster... war wohl sehr voll im Abteil, was? Nach dem neuen Werbeslogan der Bahn: "Genießen sie die Fahrt in vollen Zügen"... :-)) einen schönen Sonntag wünscht Dir, Arja
hier klicken AZU20 meinte dazu am 03.04.2011: Ja, er war voll. Leider ging eine Tür an ihm auf. Alle anderen blieben verschlossen, dennoch quälte ichj mich hinein und litt. LG in den Sonntag und danke

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Didi.Costaire Kommentar von hier klicken Didi.Costaire (03.04.2011)    diesen Kommentar melden
Eine Zugfahrt, die ist frustig...
Einziger Vorteil: Man kann die Eindrücke ganz gut zu Gedichten verarbeiten.
LG, Dirk

hier klicken princess meinte dazu am 03.04.2011: Travelling wiss deutsche Bahn? Au weia! :-))
Aber mit dem Vorteil hat der Dirk eindeutig Recht.
Liebe Grüße, Ira
hier klicken AZU20 antwortete darauf am 03.04.2011: Da kann ich mich ja nur anschließen. Danke an euch. LG

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ichbinelvis1951 Kommentar von hier klicken ichbinelvis1951 (03.04.2011)    diesen Kommentar melden
Armin dein lebhafter Hintergrund
deines Schweigens
läßt mich ehrlich Mitfühlen

"Strümpfe aus engen Schuhen befreit,
Gerüche verdampfen lautlos in
der geschwängerten Luft des
überfüllten Abteils",

Freitagabend will jeder heim
macher Heimweg ist weit
passend dazu dein Beginn:

"schienen im stetigen
rhythmus ihrer
ratternden melodie
trostlos stolpernd ohne ende"

ja ein Bild nein mehre Bilder
es kommt auf die Situation an,
Heimfahrt oder Flucht
Ankommen wollen oder Abschied nehmen müssen
ja es kann alles sein.

Denkt grüßend Klaus

hier klicken AZU20 meinte dazu am 03.04.2011: Ich danke dir für deinen ausführlichen Kommentar und alles andere. LG

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Bergmann Kommentar von hier klicken Bergmann (03.04.2011)    diesen Kommentar melden
Gut gesetzt und pointiert!
Herzlichst, Ihr UB

hier klicken AZU20 meinte dazu am 03.04.2011: Ganz besonderen Dank. LG

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Kommentar von Susa (55) (03.04.2011)    diesen Kommentar melden
Oh weh, oh ja...sehr treffend nüchtern betrachtet...alleiniger gehts kaum.
hier klicken AZU20 meinte dazu am 03.04.2011: Das kann man wohl sagen. Danke und eine angenehme Nacht

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Momo Kommentar von hier klicken Momo (04.04.2011)    diesen Kommentar melden
Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen (in überfüllten Intercitys).
Man spürt, das LyrI sich ausgeklinkt hat und seine Umgebung nur noch verzerrt und schemenhaft, fast schon grotesk, wahrnimmt.
Es könnte darum auch eine Szene in einem bedrückenden Traum sein, aus dem man nicht erwachen kann, genauso wenig, wie man einfach aus einem überfüllten Zug steigen kann.

Liebe Grüße in die neue Woche
Momo

hier klicken AZU20 meinte dazu am 04.04.2011: Es war kein Traum, es war Wirklichkeit. Vielen Dank für Kommentar und Extra. LG

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moonlighting Kommentar von hier klicken moonlighting (05.04.2011)    diesen Kommentar melden
Deswegen fahre ich nur Auto......


LG
Moonlight

hier klicken AZU20 meinte dazu am 06.04.2011: Dann kannst du so etwas natürlich nicht erleben. LG und Dank

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Elline Kommentar von hier klicken Elline (05.04.2011)    diesen Kommentar melden
Bahnfahren kann richtig stressig und langweilig sein....
Ein echtes Bild Langeweile im Zug.
LG Lea

hier klicken AZU20 meinte dazu am 06.04.2011: Na ja, Langeweile und Erstaunen zugleich. LG und Dank

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Herzwärmegefühl Kommentar von hier klicken Herzwärmegefühl (07.04.2011)    diesen Kommentar melden
Klasse im Detail. Flut an Wahnehmung, der man sich entziehen möchte, - es auch tut - innerlich.

LG

hier klicken AZU20 meinte dazu am 08.04.2011: Und das ist auch gut so. LG und Dank für alles

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Muuuzi Kommentar von hier klicken Muuuzi (12.04.2011)    diesen Kommentar melden
die blauweißen Hemden erinnern mich jetzt an eine ganz andere Zeit.
Abegesehen von der Atmosphäre und dem Gedränge...
Deportation?
Oder irre ich mich?

Auf jeden Fall sehr gut beschrieben.

LG

hier klicken AZU20 meinte dazu am 13.04.2011: Das sollte eigentlich nicht sein. Mehr heutiger Alltag. Habe schon einiges geändert, um diesen Eindruck zu vermeiden. LG und danke

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Alazán Kommentar von hier klicken Alazán (25.05.2011)    diesen Kommentar melden
schön eindrucksvoll! :-) erinnert mich - da ich es eh gerade gelesen habe - an "Alfred Wolfenstein - Städter" und seine Tramm ;D

liebe Grüße

hier klicken AZU20 meinte dazu am 25.05.2011: Ehrenvoller Vergleich. LG

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Prinky Kommentar von hier klicken Prinky (20.06.2011)    diesen Kommentar melden
Setze dich in einen Zug, schließe die Augen und höre zu. Verstopf dir die Ohren und schaue. Gesagt, getan, und das kommt dabei raus. :-)
Liebe Grüße Micha

hier klicken AZU20 meinte dazu am 21.06.2011: Genau. LG

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zum Zwecke des Urheberschutzes registriert bei der VG Wort
  
AZU20
Veröffentlicht am 03.04.2011. Dieser Text wurde bereits 1176 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.05.2013.
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