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Gedicht zum Thema Literatur
von hier klicken RobMcChaos.

I.
Der Dialog verkommt
Zum Monolog.
Nur das Rauschen
Im Blätterwald.

Einer steht allein
Auf einem Hügel
Und schreit
In den Sturm.

II.
Eine Herde Schafe:
Alle blöken
Um die Wette.
Der Leithammel schweigt.

Hat er den Wolf gesehen
Der maskiert im Schafspelz
In das allgemeine Geblöke
Einstimmt?

Misstöne werden
Durch höhere Lautstärke kompensiert
In der (verzweifelten) Hoffnung
Dass Gras(s) über die Sache wächst.

III.
Das schwarze Herzblut
Fließt auf das Papier;
Das Herz zerbricht.
Nicht so die Kruste.

Polemik löst
Diskussion ab.
Statt zu diskutieren
Wird polemisiert.

Übertünchte Argumente;
Nur die Leere im eigenen Kopf
Vibriert nach außen.
Nichts kommt herein.

IV.
Um uns alle
Herrscht die eisige Kälte
Und luftlose gähnende Leere
Des Chaos zwischen den Welten.

Statt zu reflektieren
Statt zu erkennen
Werden Gedanken verdammt
Und Denker verjagt.

Wir knüpfen den Henker
Am höchsten Galgen auf,
Stecken ihn in Brand
Und pinkeln auf sein Grab.

V.
Es wurde alles schon gesagt.
Es gibt nichts neues mehr.
Und doch gibt es Dinge
Die nochmal gesagt werden sollten.

Aber scheinbar gibt es auch Dinge
Die man nicht sagen darf
Nicht mal denken darf man sie
So frei sind unsere Gedanken.

Doch, warum dürfen wir
Den Geist nur auf bekannten Wegen
Die Feder nur auf ausgetretenen Zeilen
Wandeln lassen?

VI.
Wir alle reden
Vor allem für uns selber.
Bis etwas diese Harmonie
Des babelschen Gewirrs stört.

Dann wird der Störenfried
Vom Turmgerüst gestürzt
Nachdem man ihn
Geknebelt hat.

Wir wollen sein wie Gott.
Doch bevor er eingreifen kann
Haben wir uns selbst
Zerfleischt. -

VII.
Ist Ahasver bewaffnet?
Plant der Schah unseren Tod?
Wer kann es wissen? Niemand.
Drum darf niemand es sagen.

Das Schweigen im Walde
Wird zum Sturm im Wasserglas.
Eigentlich
Ist das tieftraurig.

URL dieses Textes: hier klicken www.keinVerlag.de/324226.text

Anmerkung von RobMcChaos: (2012; Hat eventuell gewisse Anleihen von oder Paralellen zu gewissen nobelpreisgeehrten Autoren. Muss aber nicht zwingend)

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RobMcChaos
Dies ist ein Blatt des mehrteiligen Textes hier klicken Latente Lyrik.
Veröffentlicht am 20.04.2012, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 22.04.2012). Dieser Text wurde bereits 295 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.06.2013.
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