Abrechnung

Gedicht

von  modedroge

Jetzt liegt er brach wie eine Geisterstadt.
Nur ein Gestank aus Kränkung und Vergessen
füllt  ihn noch aus. Er ist die Summe dessen,
was ihn vor langer Zeit verlassen hat.

Ihr Name, ihr Gesicht … wie weggewischt.
Was sich ihm noch erschließt, ist nichts mehr wert,
was er entziffern will, entstellt, verzerrt –
wo ist die Flamme, wenn der Brand erlischt?

Er blättert wie geblendet in den Scherben,
wühlt nach Symbolen, Zeichen, die er kennt,
doch jede Seite wirft ihn, transparent,
auf sich zurück, und keine lässt sich färben.

Ein letzter Blick noch auf sein leeres Blatt:
Was hat er eingebüßt und was gewonnen?
Als sie ihn findet, ist sein Blut geronnen.
Sie öffnet seine Brust und frisst sich satt.

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Kommentare zu diesem Text


 Sternenpferd (18.05.12)
krasses bild

aber gut :)

lg m.

 rebell91 (08.06.12)
irre.
und irre gut.

 MrDurden (13.08.12)
Schließe mich an, gefällt mir sehr. David

 Mullenlulle (11.10.12)
Kurz: GEILER SHIT! Gern gelesen. Mull.

 Martina (05.02.13)
Total begeistert, wenn auch die letzen beiden Zeilen ziemlich schockig sind =) Ich kann doch kein Blut sehen...

Lg Tina
Teichhüpfer (63)
(08.09.19)
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managarm (57)
(09.10.20)
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 DerHerrSchädel (15.05.26, 22:02)
Auf angenehme Weise drastisch, gefällt mir sehr!
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