Sexuelle Belästigung in Artern

Protokoll zum Thema KeinVerlag

von  AndreasG

Als wir gegen 11:30 Uhr zu der Karpfenklause kamen, saßen sie schon bereit. Gleich links vom Eingang tummelten sich die "Herren", stupsten sich gegenseitig in pubertärer Manier von den vermeintlich besten Plätzen und übten schon mal die Anmache.

„Hey Süße, komm‘ doch mal rüber zu mir. Ich hab‘ ne ganz tolle Briefmarkensammlung.“
„Ne, Kleine. Komm‘ zu mir. Ich ficke wie ein Weltmeister.“
„Hör‘ nicht auf den, der ist ein aufgeblasener Kerl. Meinst‘ Du etwa, ich könnte mit dieser Zunge nur Briefmarken lecken?“
„Lass‘ die Beiden. Nimm‘ mich! – Schau doch, ich bin nicht zu mickrig. Ich bin so klein, dass ich ganz leicht auf Dir liegen werde.“
„Lass‘ die Bande! Ich bin der tollste Hecht im Teich!“
„Hecht? – Ich dachte, das wäre ein Karpfentei ... eiiiiii ...“
„Und weg ist er. Zum Glück sind keine Storche da.“
„Siehst Du die Schmalköpfe? Hier spielt die Musik, bei mir. Los Du scharfe Braut, lass‘ uns Quappen machen!“
„Quark! – Ich bin nicht nur der Dickste hier; ich habe ihn auch. Von mir bekommst Du richtig dicke Eier!“
„Laich, - Du heiße Kröte. – Kommt Ihr heißen Hüpfer. Frankreich ist fern, bei mir könnt ihr die Schenkel ohne Sorge spreizen!“
„Ich hingegen bin ein feiner Herr und trage sogar eine Fliege.“
„Aber nicht am Hals, sondern auf der Zunge, Du Storchfutter.“
„Wenigstens biete ich den Mädels etwas, bevor ich auf sie steige!“

In der Klause schaute uns der Wirt genervt an und schickte uns wieder fort. Offensichtlich waren wir etwas zu früh dran ... Oder war der Wirt durch die Kerle draußen gereizt? Diese waren zu diesem Zeitpunkt schon etwas weiter mit den Versuchen eine Frau zu erobern.

„Ficken, lass‘ Dich ficken.“
„Ficken, ficken.“
„Ich bin der tollste Hengst!“
„Hör‘ mit den Fremdviechern auf, sonst geht’s zum Hecht.“
„Öhm ... ficken, ficken ...“
„Ficken, ficken, - schon besser, - ficken, ficken ...“
„Bumsen, bumsen ...“
„Quark! – Was machst Du denn da?“
„Quark? – Hört sich geil an. Quark, Quarck, Quack ... Quaak?“
„Quak. – Quaaaak.“

So ging es dann immer weiter. Niemand verscheuchte diese notgeilen Typen, nicht einmal, als sie bei Einbruch der Dunkelheit noch lauter und penetranter wurden. Niemand gab den schützenwerten Minderjährigen P-18-Ohrstöpsel, wenn sie vor die Tür treten wollten. Niemand wies die Kerle darauf hin, dass die Frauen heutzutage emanzipiert sind und nicht auf plumpes Aufgeblasensein oder dicke Backen reagieren. Wirklich ein Unding!

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Kommentare zu diesem Text

Pfauenauge (49)
(19.05.06)
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 AndreasG meinte dazu am 29.05.06:
Hallo Pfauenauge.
Wie ich erst später erfuhr, haben die meisten Teilnehmer - mangels speziesübegreifender Fremdsprachenkenntnis - die Belästigung nur als ein lästiges (manchmal gar willkommenes!) Hintergrundquaken wahr genommen. RanaphobierInnen waren augenscheinlich auch nicht anwesend ...
Murmeln habe ich gar keine gesehen ...
Liebe Grüße, Andreas
Eira (36)
(19.05.06)
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 apple antwortete darauf am 19.05.06:
*huch* - Klingt ja furchtbar...
LiebeElfe (24) schrieb daraufhin am 19.05.06:
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 AndreasG äußerte darauf am 29.05.06:
@ Eira: Wollten sie auch in Dein Zelt eindringen? Wenn die mal richtig spitz sind, dann kennen die weder Mutter noch Vater, geschweige denn Artgrenzen. - Aber Du erwähnst es ja. Puh. Die ganze Nacht?
Herzlichen Glückwunsch an Deine Kondition!
@ Joghi und LiebeElfe: Das nennt sich: Natur.
PraesidentDeath (24)
(20.05.06)
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 AndreasG ergänzte dazu am 29.05.06:
Hallo Mister Praesident. ;)
Ja, war schon ein tolles Wochenende. Sogar der ADAC spielte seine Rolle gut. Und die aufdringlichen Kerle? Na ja, sie riefen und bliesen sich auf, aber zu mehr reichte die Traute nicht (sie hatten auch unattraktiv breite Köpfe mit hervorstehenden Augen und hüpften nur rum). Ob sie dann trotzdem noch zu ihrem persönlichen P18 kamen? - Keine Ahnung.
Liebe Grüße,
Andreas

 Theseusel (24.05.06)
*g* Du meintest bestimmt textuelle Belustigung in Alftern:) Stenografie ist schwer. Da t icken die Uhren oft anders!

Auf jeden Fall ticken solche Typen nicht mehr richtig, die mit der Faust lesen;)
(Kommentar korrigiert am 24.05.2006)

 AndreasG meinte dazu am 30.05.06:
Textlich gesehen war es ein einziges Gequake. Nur die BILD-Zeitung schafft es, weniger Inhalt mit mehr sexueller Borniertheit zu koppeln.
Die tickenden Uhren waren wohl dem Druck der natürlichen Jahreszyklen unterworfen, was eine Umschreibung von "Brunft" sein soll. Von daher tickten die kleinen warzigen Burschen schon richtig; leider auch laut, (nach menschlichem Empfinden) frauenfeindlich und langweilig quakig. Aber selbst darauf fahren manche Frauen ab (in diesem Fall waren sie auch klein und warzig).
Liebe Grüße,
Andreas
Farnaby (41)
(12.06.06)
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 AndreasG meinte dazu am 13.06.06:
Woodstock? - Eine Assoziation, die mir im Zusammenhang mit dem großen kV-Treffen nicht gekommen wäre ... Doch interessant könnte sein, wer dann welche Rolle einnahm. Janis Joplin? Joan Baez? Joe Cocker? Jimi Hendrix? Santana? - Die Wer?
Alle zusammen vielleicht: Blood, Sweet & Tears?

Ja. Dabeisein wär's gewesen. Dann hättest Du auch den belästigenden Amphibiengesang vernommen.

Liebe Grüße, Andreas
Farnaby (41) meinte dazu am 13.06.06:
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 Bergmann (28.10.06)
Entstand dieser Text in Zusammenarbeit mit don.mombasa?
don.mombasa (27) meinte dazu am 28.10.06:
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 AndreasG meinte dazu am 29.10.06:
@ Uli: Nein, dieser Text glitschte mir selbst heraus. - Wobei ich zugeben muss, dass meine Übersetzung des Gequakes eher sinngemäß zu sehen ist.

@ Don: Nun hör' mal ... Als wenn Du ein zartes Schenkelchen ungekostet lassen könntest, wenn es so haarlos und feucht - na gut, auch recht kalt und lurchig - vor Dir läge.

Liebe Grüße,
Andreas
kdn (56) meinte dazu am 12.12.06:
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 AndreasG meinte dazu am 15.12.08:
@kdn: Schade, jetzt habe ich die zwei Jahre Frist zur Antwort um drei Tage überschritten ...
Aber zum Thema: wärst Du eine Fröschin, würden Dir die schmierigen Typen mit ihrem Gequake gefallen. Garantiert. ;)
shooter (63)
(14.08.08)
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 AndreasG meinte dazu am 15.12.08:
Nach über zwei Jahren kann ich es ja mal in einem völlig verspäteten Re-Kommentar schreiben: es ist eine Übersetzung und zielt selbstverständlich nicht auf die Zustände bei KV-Treffen. Mir war halt aufgefallen, dass mehrheitlich die romantische Stimmung betont wurde, die durch das Quaken der Frösche in den Teichen vor der Karpfenklause entstünde. Da dachte ich mir: "Frösche und Romantik? Wisst ihr eigentlich, was sie wirklich quaken?"
Es ist halt wie bei Ohrwurm-Liedern. Die Übersetzung will keiner ...

Liebe Grüße,
Andreas
Lena (58)
(15.03.09)
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