Sonderaphorismus 01: keinverlag

Aphorismus zum Thema KeinVerlag

von  kaltric

Texte bei keinverlag werden wesentlich häufiger gelesen, wenn sie
a) eine bestimmte Maximalanzahl von Zeichen nicht überschreiten;
b) einer lyrischen Gattung angehören;
c) rechtzeitig vor Mitternacht gepostet werden, dass sie noch eine Weile in der 'Neu'-Liste stehen können (am besten direkt nach Mitternacht);
d) provokant sind und daher viele empörte Kommentare erhalten;
e) von jemandem geschrieben wurden, den alle persönlich kennen und mögen.

Anmerkung:
Man beachte, dass
i. Kritieren a-e kombinierbar sind, einige Kombinationen jedoch weniger tatkräftig sind;
ii. die Wichtigkeit der einzelnen Kritierien noch empirisch ermittelt werden muss;

iii. sich einige Implikationen aus den einzelnen Kritierien sowie einer Kombination ihrer Einheiten ergeben. Z.B. muss der Text bei d) & e) nicht gut sein und a) & b) verhindern die Popularität anderer Gattungen.

Die Begründung der Punkte a), b) und e) liegt in der Faulheit und Gewohnheitsmäßigkeit der Menschen; c) begründet sich in der Technik (und danach in der Faulheit); d) in der Verzweiflung.

Oder kurz gesagt: Kaum jemand auf keinverlag hat wahrlich literarisches Gespür.

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Kommentare zu diesem Text


 loslosch (18.07.09)
Kriterien a-e kombinierbar ... einige Kombinationen weniger tatkräftig ...

Das ist eine verschwurbelte Präsentation. Vllt wird sie deswegen häufiger gelesen. Dann wäre dieser magere Versuch ein gelungener ...
Lothar

Nachtrag: hehe, ein gelungener Versuch mit über 80 Aufrufen, Stand: erster Tag, 23:43h.
(Kommentar korrigiert am 18.07.2009)

 Didi.Costaire meinte dazu am 18.07.09:
Das ist eine verschwurbelte Präsentation.

Gut gesagt, Lothar! Da kennst du dich aus. Und ich fühle mich schon wieder an deinen ähnlich gearteten Text von gestern erinnert.

@kaltric: wirklich interessant aufgearbeitet finde ich die Gedanken auch nicht. Die erwähnten lyrischen Gattungen müsste man noch durch
"Gedanken, Aphorismus und Texte, die der Autor für Aphorismen hält"
ergänzen. Außerdem fehlt ein Punkt f. für Texte zum Thema keinVerlag in deiner Auflistung.
LG, Dirk
Max (43) antwortete darauf am 18.07.09:
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Klopfstock (60)
(18.07.09)
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 Owald (18.07.09)
Ich nehme an, Du spekulierst auf Punkt d?

Im Ernst: Es steckt einiges Wahres drin in Deinen Überlegungen, aber ich denke, Du vereinfachst und verabsolutierst zu stark. Neben "Verzweiflung", "Faulheit" und "Gewohnheitsmäßigkeit" dürfte auch die Eitelkeit ein nicht zu unterschätzender Faktor sein.

Was es mir erschwert, den Text ernstzunehmen, ist die sprachliche Gestaltung. Die Formulierungen (und Gliederungselemente) lassen ihn stellenweise wie eine Persiflage auf wissenschaftliche Arbeiten erscheinen - böser ausgedrückt: wie eine mißlungene, verlaberte Seminarhausarbeit. Bei der Stelle "Man beachte, dass [...] die Wichtigkeit der einzelnen Kritierien noch empirisch ermittelt werden muss" habe ich mich - verzeih - vollends schiefgelacht. Strebst Du oder irgendjemand anderes ernsthaft eine wissenschaftliche Untersuchung dieser ebenso offensichtlichen wie unwichtigen Sachverhalte an?

Zu guter Letzt: Für mich ist Dein Text kein Aphorismus. Über die Länge läßt sich sicher streiten - eigentlich sind Aphorismen ja per definitionem kurz, aber nunja, denkbar.
Allerdings erfordert ein Aphorismus meines Wissens zwingend zwei Bedeutungsebenen: eine vordergründig-sachliche und eine hintergründige, den übertragenen Sinn sozusagen. Die kann ich hier nicht erkennen. Vielleicht liegt das aber auch an mir - das literarische Gespür, Du weißt schon.

In diesem Sinne: Liebe Grüße und viel Freude beim empirischen Ermitteln,
O.

 Diablesse (17.10.09)
genau, so ist es.
liebe grüße, diablesse.
(Kommentar korrigiert am 17.10.2009)
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