Selbstvernichtung

Aphorismus zum Thema Fehler

von  TrekanBelluvitsh

Du kannst die alten Dämonen nicht mit neuen Dämonen bekämpfen.

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Kommentare zu diesem Text

Stelzie (55)
(14.08.19)
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 princess meinte dazu am 14.08.19:
Frau Stelzie, da haben Sie exakt denselben Gedanken, wie ich augenblicklich ihn hatte.

Dämonische Grüße
Ira

 LotharAtzert antwortete darauf am 14.08.19:
Bei Waldbränden wird manchmal Feuer durch Gegenfeuer wirksam bekämpft.
Also immer erst nachdenken

 princess schrieb daraufhin am 14.08.19:
Auch in diesem Fall bleibt Feuer gleich Feuer. Lediglich die Brandstelle variiert.

 Ralf_Renkking äußerte darauf am 14.08.19:
Ich gebe Lothar echt nur ungern recht, aber um das alte Feuer zu bekämpfen, muss erst ein neues gelegt werden, also Feuer 1 durch Feuer 2 bekämpft werden, o. s. ä., und das ließe sich sogar besser auf Dämonen übertragen, denn die alten und neuen haben sogar Namen, und hier haut Lothar sogar gegen den Aphorismus, denn wenn sich Feuer 1 durch Feuer 2 bekämpfen lässt, warum sollte das bei Dämonen nicht funktionieren?
Klar kommt jetzt das Argument, dass die inneren Dämonen gemeint sind, aber Nikotin bspw. hemmt das Hungergefühl, Sexsucht lässt sich durch Spielsucht bekämpfen, usw., wobei im letzten Beispiel die Sexsucht Dämon alt, und die Spielsucht Dämon neu sind.

Ciao, Frank

P.S.: Die Möglichkeit besteht auf jeden Fall, fraglich ist halt, ob es Sinn macht.

Antwort geändert am 14.08.2019 um 16:31 Uhr

 TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 14.08.19:
Gegenfeuer:
Sehe ich nicht so. Ein Gegenfeuer funktioniert nur dann, wenn es unter Kontrolle ist. Gerät es außer Kontrolle wird es selbst zum Dämon. Das zeigt lediglich die Ambivalenz des Feuers für den Menschen.
Neu oder alt:
Neu und alt spielen hier eine große Rolle, weil in der Regel eine zeitliche Reihenfolge gegeben ist. So kann z.B. eine Alkohol- oder Tablettensucht als Folge bei dem Opfer eines Gewaltverbrechens auftreten. Und ob nun bewusst oder nicht: Der Dämon Gewaltverbrechen soll dann mit Hilfe des Dämon Sucht bekämpft (hier: unterdrückt/verleugnet) werden. Darum halte ich "neu" und "alt" hier für angebracht.

 AchterZwerg (14.08.19)
Ich denke beim Lesen zunächst an Suchtkranke. Und beschränke mich dabei keineswegs auf stofflich gebundene Drogen.
Das Phänomen wird von Betroffenen häufig mit einer Ersatzbefriedigung beantwortet, die wiederum dem Dämon neue und zusätzliche (!) Nahrung verschafft. ---
Auch auf der politischen und ökologischen Ebene ist dein Aphorismus gültig. Jedenfalls für mich.

Liebe Grüße
der8.

 TrekanBelluvitsh meinte dazu am 14.08.19:
Die Grenze mag zuweilen fließend sein. Ich denke da z.B. an etwas "stofflich" reales wie eine Chemotherapie. Man gibt dem Körper Gift in der Hoffnung - ich weiß, es ist mehr als Hoffnung -, dass die positive Wirkung (Krebsbekämpfung) die negativen Effekte (Nebenwirkungen) überwiegen.

 loslosch (14.08.19)
ein bisschen älter ist dieser spruch: "Aber als die Pharisäer das hörten, sprachen sie: Er treibt die bösen Geister nicht anders aus als durch Beelzebul, ihren Obersten.“ (Matthäus 12,24 LUT)

alt und neu, das eröffnet einen blick auf moderne süchte jedweder art.

 TrekanBelluvitsh meinte dazu am 14.08.19:
Das ich die Pharisäer auf meiner Seite habe, beruhigt mich ja nicht wirklich... Auf der anderen Seite: Wenn ich mir vorstelle, was die so alles für Beelzebub halten... wahrscheinlich doch, aber eben anders.
Cora (29)
(14.08.19)
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Sin (55)
(14.08.19)
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 TrekanBelluvitsh meinte dazu am 14.08.19:
Und mit "Schiefregeln" macht selbst Mensch-ärgere-dich-nicht* keinen Spasss mehr.

*= Akso das Würfelspiel

 TassoTuwas (14.08.19)
Was du kannst heute heiß besorgen
das verschieb nicht auf den kalten Morgen
TT

 TrekanBelluvitsh meinte dazu am 14.08.19:
Davon abgesehen, dass mir der kalte Morgen lieber ist: Ja!

 EkkehartMittelberg (14.08.19)
ja, nur die Vertreibung der alten Dämonen hilft weiter, indem man versucht, jeglicher Verdrängung entgegenzuwirken.

 TrekanBelluvitsh meinte dazu am 14.08.19:
Eben. Wir Menschen können unser ich nicht begraben. Es sei denn, wir sind tot. Und dann, naja, müssen die anderen uns begraben.

 Ephemere (01.08.21)
Wieso nicht? Du darfst nur niemals erwarten, dabei zu gewinnen.
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