Was ist Verhausschweinung?

Bericht zum Thema Natur

von  Terminator

Die Natur hat einen Vitalwert von 1. Naturwesen sind gerade gut genug, um für das Überleben ihrer Art zu sorgen. Fällt der durchschnittliche Vitalwert, stirbt die Art aus. Wird die Art von supervitalen Konkurrenten herausgefordert, stirbt sie ebenfalls aus.

Domestizierte Tiere verlieren die Fähigkeit, eigenständig für das Überleben ihrer Art zu sorgen. Sie sind auf eine supervitale Herrenart angewiesen, welcher gegenüber sie sich in einem Sklavenverhältnis befinden. Eine dauerhaft supervitale Art kommt in der Natur nicht vor, dazu bedarf es der Kultur, einer höheren Natur. Dass der Mensch ein Übermensch zu werden strebt, liegt in seinem Wesen, denn die menschliche Kultur ist bereits eine Übernatur. Der Mensch ist das Wesen, das über sich hinaus strebt (das eine Vitalspannung aufweist).

Der Verhausschweinung des Menschen geht die Verrohung voraus. Der Mensch verroht, wenn er von der Kultur (Vitalwert über 1) zur Natur zurückkehrt. Der Mensch verhausschweint, wenn sein Vitalwert unter 1 sinkt. Kultur ist Übernatur, Zivilisation ist Unternatur.

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Kommentare zu diesem Text

Cora (29)
(17.04.20)
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 Terminator meinte dazu am 17.04.20:
So simpel ist die Natur nicht gestrickt? Ok, welche Art konkurriert denn mit dem Homo Sapiens um die Weltherrschaft? Wo sind Sprache, Schrift, Technologie, Kulturen und Zivilisationen von Ameisen? Warum sitzt kein Mensch in einem Zoo zur Belustigung anderer Arten?

 Dieter_Rotmund antwortete darauf am 17.04.20:
Du hast Glück, Jack, das dieser alte Text von Dir doch neue Leser findet ...

 Augustus (17.04.20)
Im folgenden Jahrhundert wird die Erprobung der Herrschaft der Frauen über die Erde durchgeführt. Die letzten 6.000 Jahre beherrschten überwiegend Männer die Welt. Wobei Kriege anscheinend zum Wesen dieser Herrschaft gehört. Eine komplette Herrschaft der Frauen über die Welt und die Auswirkungen sind theoretischer Natur. Die Fürsorge der Frauen für die Familie könnte letztlich in der Fürsorge für die Welt münden.

Eine dauerhaft supervitale Art kommt in der Natur nicht vor, dazu bedarf es der Kultur, einer höheren Natur.
Die Tiere und ihr Handeln bleiben regelmäßig gleich. Der begrenzte Grad zur Veränderung verbietet wohl den Aufstieg zur höheren Kultur.

 Terminator schrieb daraufhin am 17.04.20:
In der Natur herrscht abgesehen von plötzlichen Veränderungen der Spielregeln ein Equilibrium. Ohne Mutationen, Seuchen, Supervulkane und Asteroideneinschläge usw. blieben die Umweltbedigungen immer gleich und Arten würden sich nicht verändern. Der Mensch aber hat den Willen, sich zu verändern, und nennt es Fortschritt.

Die weibliche Natur sollte nicht auf Fürsorge reduziert werden, sie ist viel interessanter und viel düsterer.

 Dieter Wal (28.04.20)
"Der Verhausschweinung des Menschen geht die Verrohung voraus. Der Mensch verroht, wenn er von der Kultur (Vitalwert über 1) zur Natur zurückkehrt. Der Mensch verhausschweint, wenn sein Vitalwert unter 1 sinkt. Kultur ist Übernatur, Zivilisation ist Unternatur."

Der Vergleich hinkt, wenn man das Verhalten von Wild- und Hausschweinen naturwissenschaftlich betrachtet und müffelt verdächtig nach einer Anleihe des Sozialdarwinismus, ohne ihn zu meinen. Die Metapher ist von Rebbe Jeschuas Warnung, man sollte keine Toraweisheiten den Römern erzählen, sondern sorgsam für sich behalten ("Werft keine Perlen vor die Säue ..."). Doch unabhängig davon und den sprachlichen Nietzscheversatzstücken, dessen Werk ich schätze und vor dem mir in Anbetracht seiner Textwirkung im 3. Reich gruselt, stimme ich mit der Gesamtaussage des Textes überein und mir erscheint die sprachliche Strenge und philosophische Brisanz darin angemessen.

Kommentar geändert am 28.04.2020 um 23:34 Uhr
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