Sex nach der neuen Rechtschreibreform

Innerer Monolog zum Thema Aggression

von  Mondscheinsonate

Alles korrekt, keine Fehler, aber auch kein Leben, die Figuren bleiben stets leer, ja, hohl, denke ich, kaum ertrage ich diese, ertrage überhaupt keinen Perfektionismus, musste ich aber, sechzehn Jahre lang, das war die Zahl. Ich denke, solche Menschen sind stocksteif, stellen ihre Pantoffeln geometrisch neben das Bett, konstruieren sich vor dem Einschlafen noch ihren nächsten Tag. Liebe interessanterweise prinzipiell über das Ablaufdatum, träumen aber dennoch von der Traumhochzeit, manche auch zurück, spitzen derweil ihren Bleistift bis ganz hinunter, nichts wird erneuert, wenn es nicht sein muss, umwelttechnisch ein Segen, wohl zumeist Frau Magistra oder Herr Doktor, selten nur Hilde oder einfach Franz.

Eigentlich kam mir das Leertexten in den Sinn, deshalb, die Leere in den Texten dieser Menschen, das Seelenlose, ich ertrage das überhaupt nicht, erhobene Zeigefinger, zerplatzen vor Neid, wenn man Emotionen beschreibt und seien es extrem unerträgliche, die verstehen sie sowieso nicht, die Hutschpferde der Gesellschaft und es folgen Analysen, Erklärungen und Maßregelungen, nein, kein akzeptieren, dass dieses, nämlich folgendes gemeint war, Meister Lampe: "Oarsch!", auch diese Emotion ist legitim, muss gesagt werden, das verstehen die Besenstielfresser nicht ohne Emotionen, stehen zumeist irgendwo und betrachten, aber niemals fällt ein Geldstück aus den Zeilen, eigentlich Taschen oder ein Dritter, zu juristisch, ein Fremder läuft ins Bild, nein, sie betrachten in Texten stets geradewegs die Person und Begierde kommt vom Reißbrett, exakt im richtigen Fall. Gähn, denke ich, Leidenschaft riecht müffelig, CO2, schlechtes Lüften, klebt, man verwendet Taschentücher und muss auch aufs Klo, nicht so dort, wo konstruierte Mechanik herrscht, die haben selten einen Unterleib. Seufz.

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