Der Himmel machte keinen Fehler!

Erörterung zum Thema Alles und Nichts...

von  Bluebird

Illustration zum Text
(von Bluebird)
[size=]Nun habe ich ja schon oft erwähnt, dass der 6.6.1985 der Schicksalstag meines Lebens war. Am Nachmittag dieses Tages bekehrte ich mich unter dramatischen Umständen zum christlichen Glauben und bis heute bin ich  auch dabei geblieben.
  Aber interessant ist auch, was am 5. Juni alles so geschehen ist. Da war mir via Tischchen  der Tod eines engen Freundes angekündigt worden [sup]1[/sup], ich hatte auf geradezu übernatürliche Weise eine Bibel gefunden [sup]2[/sup] und war in der Düsseldorfer Altstadt mit einem überzeugten Christen ins Gespräch gekommen. [sup]3[/sup]
    Es wirkte alles [color=brown]schicksalhaft[/color] arrangiert, aber so richtig konnte ich mir keinen Reim darauf machen.  Fehlte mir - wie der Christ behauptet hatte - tatsächlich die Verbindung zu Gott? Oder war das alles nur frommes Gelaber?

Auf meinem Heimweg – etwa gegen 23 Uhr – kaufte ich mir in einem Imbiss eine Mineralwasserflasche. Auf dem Weg zurück zu meinem Fahrrad  fiel mein Blick in ein am Seitenrand parkendes Auto.
  Der Kopf eines jungen Mannes lag auf dem Lenkrad und - obwohl ich eigentlich überhaupt keine Lust auf weiteren Stress hatte - klopfte ich ans Fenster. Vielleicht brauchte er ja Hilfe!
    Dem war allerdings nicht so! Er schlief, wie sich herausstellte, lediglich seinen Rausch aus.  Nun, da  ich ihn geweckt hatte, wollte er losfahren. Ich konnte dies nur verhindern, in dem ich mich zu ihm in den Wagen setzte und mir seinen Kummer anhörte..
  Dumm gelaufen! Eigentlich war ich hundemüde und wollte nur nach Hause in mein Bett.

Irgendwann schlief er wieder ein:[/size]
Schweigend saß ich neben ihm und lauschte seinem Atem . Ich wollte sichergehen, dass er auch wirklich schlief. Dann öffnete ich vorsichtig die Türe. Jetzt nur keinen Lärm machen!
    Schon war ich halb ausgestiegen, als auf einmal ein  Blitz den Himmel erleuchtete. Es folgte ein lauter Donnerschlag und im nächsten Moment setzte heftiger Regen ein. „Verdammt!“ entfuhr es mir. „Das darf doch nicht wahr sein!“ Ausgerechnet in dem Moment wo ich mich aus dieser unangenehmen Situation befreien wollte, setzte ein Gewitter ein. Schnell zog ich meine Beine in den Wagen zurück und schloss wieder die Türe.
    Ich war ärgerlich und erschrocken zugleich. Hatte sich denn heute alles gegen mich verschworen? Ging das noch alles mit rechten Dingen zu? Ein seltsamer Gedanke kam mir in den Sinn: Das ist doch alles kein Zufall! Ich soll hier sitzenbleiben! Aber warum?

Ich hatte jetzt schon eine ganze Weile auf das Ende des Regens gewartet, als mir ein blaues Plakat an einer Litfaßsäule auffiel. Es hing in etwa zwei Meter Entfernung von mir und war das einzige Plakat an der Säule. Durch eine Laterne schwach beleuchtet, war auch nur ein einziges Wort deutlich lesbar. Genau in der Mitte stand in großen Buchstaben das Wort Paulus geschrieben.
    Vermutlich hätte ich nicht länger darüber nachgedacht. Aber angesichts der letzten zwölf Stunden begannen sich meine Gedanken erneut in Bewegung zu setzen: Paulus … Die Bekehrung des Saulus zum Paulus.
    Bruchstückhaft begann ich mich an die Geschichte des Apostels Paulus zu erinnern, wie ich sie in meiner Kindheit gelernt hatte.
  Saul war ein frommer Jude, ein Pharisäer, gewesen und hatte die ersten Christen verfolgt. Aber auf dem Weg von Jerusalem nach Damaskus war ihm Jesus in einem Licht erschienen und hatte zu ihm gesagt:„Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“
    Und dann hatte sich Saulus zum Glauben an Jesus bekehrt und war unter dem Namen Paulus ein berühmter christlicher Missionar geworden.

Seltsam, dachte ich, jetzt sitze ich hier mitten in der Nacht in einem fremden Wagen ausgerechnet vor so einem Plakat! Und das kurz nach einem Gespräch, in dem es um eine Bekehrung zu Jesus gegangen war. Kann das ein Zufall sein?
  Mir fiel das Gebet des jungen Mannes aus Konstanz wieder ein: „Jesus, bitte zeige ihm, dass du wirklich der Herr bist und lass ihn dich finden!“ Bestand da vielleicht ein Zusammenhang zwischen diesem Gebet und dem Plakat?4
Gedankenimpuls:
Heute denke ich, dass diese Plakat-Geschichte ein wichtiger Puzzlestein auf dem Weg zu meiner Bekehrung war. Allein hätte es nicht ausgereicht, aber in Verbund mit all den anderen Puzzleteilen hat es dann zum entscheidenden Wendepunkt in meinem Leben geführt. Der Himmel macht halt keine Fehler!


Anmerkung von Bluebird:


1   Blitz aus heiterem Himmel
2   Bibelkauf
3   Der Missionar
4   das Plakat in der Nacht

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Kommentare zu diesem Text

Teichhüpfer (63)
(18.06.21)
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 Bluebird meinte dazu am 18.06.21:
Ein guter Zeitpunkt für was?

 FrankReich antwortete darauf am 18.06.21:
1985 war zumindest in Italien ein guter Jahrgang für Weine, womit wir ganz in der Nähe des Themas wären. 😄
Dieter Wal (58) schrieb daraufhin am 18.06.21:
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Teichhüpfer (63) äußerte darauf am 18.06.21:
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Dieter Wal (58) ergänzte dazu am 18.06.21:
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Dieter Wal (58) meinte dazu am 18.06.21:
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Dieter Wal (58) meinte dazu am 18.06.21:
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Dieter Wal (58) meinte dazu am 18.06.21:
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Dieter Wal (58) meinte dazu am 18.06.21:
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 Bluebird meinte dazu am 18.06.21:
Ich bin kein Zahlenmystiker! Wobei ich die Bedeutung von Zahlen aber auch nicht ausschließen möchte.
Graeculus (76) meinte dazu am 18.06.21:
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Dieter Wal (58) meinte dazu am 18.06.21:
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Graeculus (76)
(18.06.21)
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 Bluebird meinte dazu am 18.06.21:
Jaja, die Griechen ... schon Lukas wusste:
19 Sie nahmen ihn aber mit und führten ihn auf den Areopag und sprachen: Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die du lehrst? 20 Denn du bringst etwas Neues vor unsere Ohren; nun wollen wir gerne wissen, was das ist. 21 Alle Athener nämlich, auch die Fremden, die bei ihnen wohnten, hatten nichts anderes im Sinn, als etwas Neues zu sagen oder zu hören. (Apostelgeschichte 17)
Wir aber wissen, dass in der Wiederholung, mag sie auch gelegentlich als "langweilig" erscheinen, durchaus ein stabilisierender Faktor liegt, der Neues gut zu erden weiß.
Graeculus (76) meinte dazu am 18.06.21:
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 DanceWith1Life meinte dazu am 18.06.21:
ooops, die Platte hängt, kann mal jemand an Musikbox rütteln, aber vorsichtig, lauter Unikate.
Wo waren, 1985, echt jetzt.
Birdy, du verwechselst da was.
Und man kann den Unterschied lesen.
Die pure Schilderung, kein Problem, irgendetwas stimmt mit der Interpretation nicht, und es ist nicht die "Bekehrung".
ich (54) meinte dazu am 18.06.21:
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 DanceWith1Life meinte dazu am 18.06.21:
ja, bei der Wiederholung bin ich auch gelandet, allerdings unter psychlogischem Gesichtspunkt. Ein Fehler wird so oft wiederholt, bis man verstanden hat worum es geht.
Ich wagte sogar schon den Gedanken, dass Birdy sich so oft wiederholt, weil er es selbst auch endlich herausfinden will.
ich (54) meinte dazu am 18.06.21:
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 DanceWith1Life meinte dazu am 18.06.21:
wieso nennt ihr es Erweckung, das ist ja weder wach noch träumend. Ich meine, wenn ihr tatsächlich wach wärt, würdet ihr keinen Blödsinn über andere Religionen schreiben. Das geht nicht, ich kann nicht behaupten ich kann Autofahren und dann gegen jeden Pfeiler donnern.
Und der Titel könnte von Simmel sein, obwohl Gobio mehr auf Schundromane steht.
Gute Zeit über den Rest eurer Strategie reden wir ein andermal, wenn überhaupt.

Antwort geändert am 18.06.2021 um 21:52 Uhr
ich (54) meinte dazu am 18.06.21:
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 DanceWith1Life meinte dazu am 18.06.21:
ich les schon, Du hast ein bischen ein vorgefasstes Bild, wie ich zu dem Ganzen stehen könnte.
Weiß nicht, kann sein, dass ich anders denke, und persönliche Geschichten sind persönliche Geschichten, ich habe lange genug gelebt und rege mit meinen Mitmenschen kommuniziert, dass ich mir zutraue, zuhören zu können, wird mir btw seit ich 19 bin immer wieder gesagt, dass ich das könnte.
Das kann ich als Ort der Begegnung vorschlagen, um ein paar Dinge zu klären, bevor hier zu viel Lärm um Nichts noch mehr Aufregung produziert.
Was ich nicht ab kann, sind absichtliche Darstellungen mit vorgefassten Zielen, dagegen bin ich allergisch.

so sehr ich mitmanschen, lach, gern, gelassen hätte, ich musste das korrigieren.uiui, ayayayay

Wir können auch mal darüber reden, dass der Himmel ja kein statisches Gebilde ist. Und das letzte was der ausgebeutete Planet jetzt brauchen kann, sind Primaten in seperaten Logen.

Antwort geändert am 18.06.2021 um 22:13 Uhr
ich (54) meinte dazu am 18.06.21:
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ich (54) meinte dazu am 18.06.21:
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ich (54) meinte dazu am 18.06.21:
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ich (54) meinte dazu am 18.06.21:
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 DanceWith1Life meinte dazu am 18.06.21:
um welchen hochintelligenten Scheinheiligen handelt es sich eigentlich, oder woher kommt diese Formlierung?
Und wieso musst Du persönliche Erlebnisse wissenschaftlich untermauern.
Also der Maurer in meinem Kopf, hahaha, Sprache, immer wieder eine Überraschung, ich komm aus einer Maurerfamilie, du weißt schon, simple Handwerkerlogik, nicht jedermanns Sache.
Was wollte ich sagen.
Wie Du liest, sind die wirklichen Hindernisse, nicht gerade wissenschaftlicher Natur.

Antwort geändert am 19.06.2021 um 00:27 Uhr
ich (54) meinte dazu am 19.06.21:
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 DanceWith1Life meinte dazu am 19.06.21:
nie gehört, klingt nach ner Bibelstelle.
zum Thema Ausserirdische hätten ein Interesse daran uns solche Gedanken zu implantieren.
Gegenvorschlag
Keine Spezies darf ihr System verlassen, solange sie an solchen Blödsinn festhält.

Antwort geändert am 19.06.2021 um 00:35 Uhr
ich (54) meinte dazu am 19.06.21:
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ich (54) meinte dazu am 19.06.21:
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 DanceWith1Life meinte dazu am 19.06.21:
Guter Punkt, solange man glaubt, dass man...
Ich habe immer versucht, dieser Tendenz, vor allem unter Bluebirds Texten, mit der Prämisse zu begegnen, Menschsein first.
Meiner Beobachtung nach, herrscht da ein Mangel daran auf diesem Planeten.
Tja und gemeint waren Planeten, also Sonnensysteme.
So hat jeder seine Hürden im eigenen Gepäck, deswegen auch diese ganze Diskussion.
Und Du willst mir doch nicht im Ernst erzählen, dass du zum einen nach wissenschaftlichen Belegen für etwas suchst und zum anderen das "Konzept Sonnensysteme " ablehnst.
Ich bin eigentlich froh, wenn es mir in einem Gespräch z.B.
aber auch bei einer Jamsession oder beim Tanzen gelingt, meine Routinen ein wenig zu lockern und mit den anderen zusammen, eine Freundin von mir nannte es, das "Kleinste gemeinsame Vielfache" entdecken. Wir brauchen ja wohl nicht darüber reden, auf was für dumme Gedanken ihr da, auf der Suche nach meinem Standpunkt gekommen seid.

Antwort geändert am 19.06.2021 um 01:08 Uhr
ich (54) meinte dazu am 19.06.21:
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 DanceWith1Life meinte dazu am 19.06.21:
ich wollte auf gar nichts hinaus, interessanter Input zum Nachbarplaneten, aus welcher Quelle stammt das?
Ich schätze, ich wollte die Art deiner Logik erfassen.
Du hast eine Menge an Informationen aufgeschrieben, in sehr kurzer Zeit.
Mein Gehirn, besser meine Logik neigt dazu, Dinge zu sortieren, um den Raum dahinter zu erkennen. Das hilft mir, wenn einzelne Aussagen verwirrend werden, dem Gesagten trotzdem zu folgen.

Antwort geändert am 19.06.2021 um 01:15 Uhr
ich (54) meinte dazu am 19.06.21:
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 DanceWith1Life meinte dazu am 19.06.21:
Verstehe, ja warten wir ab, wie er sich dazu äussert.
ich (54) meinte dazu am 19.06.21:
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 DanceWith1Life meinte dazu am 19.06.21:
Nicht nur deine, Alicia Keys formulierte einen ähnlichen Gedanken neulich, sie nannte diese Leute Wichtigtuer.
ich (54) meinte dazu am 19.06.21:
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 Bluebird meinte dazu am 19.06.21:
Bluebird relativiert keine kirchengeschichtliches Irrtümer und damit verbundenes Versagen. Aber ich weise es weit von mir, dass diese Taten von "wahren Christen" begangen worden wären.
Es waren "Wölfe im Schafspelz", vor denen im NT eindringlich gewarnt wird, und deren Helfer.

Wie wenig ich das alles rechtfertige, kann man hier sehen:  Die Geschichte des Christentums
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