Blaugefühl XXXIII: saiten/verkehrt

Prosagedicht

von  Habakuk

den kranz / den lorbeerkranz auf dem kopf
den grabes/kranz ... dass mans aushält das schattengetürm – das braune
leuchten zwischen den zähnen ...

geblendet im blindflug geschraubter sing/sang einer
von schwarz & rot / von blau die gesänge versteinert in welken ohren
ein schweres los im vereisten auge ein hirn/los ... auf los gehts
los/e hängen dir abende quer im gesicht(s)los

wahnummantelt träumst dich hinüber ins tiergestirn
sprich das unsägliche atem/los wartest auch du im brustblattgeschirr
gehalftert trinkst du die sommer leer

vom hören/sagen kenne ich dich wild tönender
auf den winden ... wie ging uns verloren des mondes flüstern / wir
riefen es nicht ... wir schwiegens zu tode ... tagtrunken
jagten dem nebel nach ...

schnaubend der herbst mit erhobenem maul


PS: [exturl=http://www.youtube.com/watch?v=2BrAVvU1ppQ
]ext. Link[/exturl]

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Kommentare zu diesem Text


 Quoth (25.07.21)
"die gesänge versteinert in welken ohren"
"wie ging uns verloren des mondes flüstern"
"schnaubend der herbst mit erhobenem maul"
Habe mir erlaubt, drei Rosinen aus Deinem Sprachkuchen herauszupicken, Habakuk. Würde ihn gern mal von Dir gesprochen hören. Gruß Quoth
ich (54)
(25.07.21)
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 wa Bash (25.07.21)
ich lese hier irgendwie Nero heraus, aufgrund des "Lorbeerkranzes" und des "wahnumantelt", hat der nicht sogar Rom abgefackelt. anyway, liest sich gut....
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