Migration und Nachhaltigkeit

Wahlrede zum Thema Generationen

von  Terminator

Wenn sie könnten, würden schon heute 1 Milliarde Menschen aus Afrika und Nahost in Nordamerika oder Westeuropa sein. Der Wegzug wäre durch Bevölkerungswachstum in wenigen Jahrzehnten wieder ausgeglichen und die Entwicklungsländer stünden vor denselben Problemen wie heute. Was würden aber afrikanische und islamische Mehrheiten für den Umweltschutz in den reichen Aufnahmeländern bedeuten?

Wer einen Konsum-Nachholbedarf hat, sorgt sich nicht um die Umwelt. Es gäbe zunächst einen Wirtschaftsboom auf Pump und danach keine Umwelt mehr. Wenigstens könnten wir uns damit trösten, dass 1 Milliarde Menschen zumindest in einer Generation ein besseres Leben (konsumistisch gesehen) gehabt haben würden als in den Ländern ihrer Geburt. Ihren Kindern würde es nicht mehr so gut gehen.

Für echte globale Nachhaltigkeit ist eine Gesundschrumpfung der entwickelten Länder nach japanischem Modell unvermeidlich. Japan schrumpft demographisch ohne Migration und bleibt ein Land mit lebenswerter Umwelt und hohem Lebensstandard. Selbst wo Massenmigration der Wirtschaft nutzt, schadet sie der Umwelt. Für Entwicklungsländer gibt es keine Alternative zur Geburtenkontrolle. Wirtschaftliche Überschüsse müssen zu Investitionen und nicht zu hohen Kinderzahlen führen. Die meisten Entwicklungsländer haben die Schwelle zur Nachhaltigkeit noch nicht erreicht, deren Wirtschaftswachstum schadet der globalen Umwelt. Es ist in globalem Interesse, diesen Ländern zu helfen, diese Einkommensschwelle (pro Kopf) schnellstens zu überschreiten.

Bei gegenwärtigem Bevölkerungswachstum drohen in den nächsten Jahrzehnten Kriege und Bürgerkriege. Da das Primat der Wirtschaft vor Politik, Gesellschaft und Umwelt auf der ganzen Welt vorherrscht, verkaufen reiche Länder moderne Waffen an die armen Länder. Kriegsführung mit diesen Waffen tötet nicht unbedingt mehr Menschen (wenn der Wille zum Töten da ist, kann man in wenigen Wochen 1 Million mit Macheten abschlachten: Ruanda 1994), aber verursacht große Umweltschäden (erst recht wenn ABC-Waffen eingesetzt werden). Der Sache nach steht Umweltschutz also politisch ganz weit rechts. Die Umweltschutz-Parteien müssen sich entscheiden: mit den Linksliberalen eine verlogene Politik gegen den Umweltschutz oder mit Konservativen/Rechten eine konsequente Umweltschutz-Politik.

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Kommentare zu diesem Text


 Regina (08.08.21)
"Wer einen Konsum-Nachholbedarf hat, sorgt sich nicht um die Umwelt." Das ist schon richtig. Allerdings gehört der Umweltschutz zu den Angelegenheiten, die Deutsche den Migranten zuerst vermitteln.
Gebildete werden die Forderung nach einer Gesundschrumpfung der Entwicklungsländer einsehen. Die einfachen Menschen, deren einzige soziale Absicherung und Altersvorsorge aus Tradition die Familie darstellt, werden nur schwer verstehen, warum sie zur Geburtenkontrolle greifen sollen.
Deine Politikvorschläge sind nicht falsch. Wahrscheinlicher aber erscheint es, dass Europa "kippt" und sozial und auch wirtschaftlich zurückfällt, so dass weder Migranten noch Europäer weiterhin die derzeitigen Vorteile werden genießen können.

 Terminator meinte dazu am 08.08.21:
Wobei ich durchaus der Ansicht bin, dass jedem Erdenbürger unser Lebensstandard grundsätzlich zu gönnen ist. "Wir habe es uns erarbeitet, wir wollen nicht mit euch teilen!" ist nicht mein Argument (aber das vieler Migrationsgegner schon). Andererseits sind gerade die feministisch-infantilistischen Religionen YOLO und FOMO angesagt, die auf die Forderung "Alles für alle, und zwar jetzt!" hinauslaufen. Verbrauchen, vertrinken und vertanzen wir den ganzen Wohlstand des Planeten heute, morgen sind wir eh alle tot. Dann erholt sich auch die Umwelt von selbst.
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