Es ist gar nicht so leicht

Text zum Thema Selbsthass/verletzung/mord

von  Xenia

Wenn du bei einer Panikattacke das Gefühl hast, zu ersticken, versuch das doch einfach mal:

Leg dich in deine Badewanne, lass sie voll Wasser laufen, halte die Luft an und tauch unter.

Mal sehen, wie lange es dauert, bis sich deine Sehnsucht nach Leben von allein meldet. Es ist gar nicht so leicht, zu sterben.

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Kommentare zu diesem Text


 nadir (24.10.21)
Das hilft? Mir hat früher, als ich für eine Zeit lang Panikattacken hatte immer geholfen, zu rennen. Ab einem bestimmten Punkt der Anstrengung, ist die Panik verflogen, fast so, als könne der Körper die doppelte Last von Reizüberflutung nicht tragen und dann schwemmt er eben das gerade Unwichtige aus, was in dem Fall die Panik war. Das war manchmal echt seltsam, wenn ich mitten in der Stadt auf einmal losgerant bin

Aber dein Text zielt ja auf die metaphorische Ebene, wenn ich ihn richtig verstehe. Also, das man die Angst zu sterben damit kuriert, das man sich bewusst macht, dass man so leicht nun wirklich nicht stirbt. Angst als Medikament gegen die Angst, ja, why not? Funktioniert bei Fahrstühlen ja auch ;)

lg
nadir

 Xenia meinte dazu am 24.10.21:
Mir hilft das manchmal. Ich denke dann schlagartig daran, was ich alles verpassen würde, wenn ich jetzt nicht weiter atme.

 Ralf_Renkking antwortete darauf am 27.10.21:
... dazu müsstest Du aber erst wieder auftauchen, den Wunsch, bloß nichts zu verpassen, habe ich eigentlich immer, deshalb würde ich mich auch fürchterlich ärgern, im Schlaf zu sterben, wenn ich das denn dann noch könnte.
Glücklicherweise habe ich keine Panikattacken, obige Methode wäre mir allerdings sowieso zu riskant, bekanntlich ist Rio Reiser in der Badewanne ertrunken und auch einen psychisch kranken Bekannten von mir hat es da erwischt, bei dem lag es zwar an einem Gehirntumor, dennoch dusche ich lieber und da Du ja noch ungefährliche Möglichkeiten kennst, um Deine Angstzustände zu bewältigen, rate ich Dir dazu, vll. hilft es Dir aber auch schon, Dich in einen Sessel zu setzen und die Luft anzuhalten, solltest Du dabei ohnmächtig werden, wirst Du weder ertrinken noch Dir das Genick brechen. 🤗

Ciao, Frank

 Ralf_Renkking (24.10.21)
Diese Anregung, um eine Panikattacke in den Griff zu bekommen, war mir neu und genau da liegt wahrscheinlich auch der Knackpunkt, denn es ist gar nicht so leicht, gegen Panikattacken eine Strategie zu entwickeln, ich könnte mir auch vorstellen, dass nur wenige in der Lage sind, Deinen Tipp 'einfach mal' auszuprobieren, die Idee dahinter ist jedoch empfehlenswert, denn wer sich erst einmal eine Methode zu eigen gemacht hat, um aus seinen Panikattacken heraus zu kommen, ist m. E. auf dem besten Weg, sie völlig zu bewältigen.

Ciao, Frank

 Xenia schrieb daraufhin am 25.10.21:
Ja, denke ich auch. Mir hilft auch oft, mir vorzustellen, ich wäre jemand, der mich sehr gern hat, und dann mit mir zu machen, was diese Person tun würde. Das mache ich dann mit mir selbst. Also zb einen Tee machen, die Hand vor den Mund halten und dadurch langsamer atmen etc.
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