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Träume

Verserzählung zum Thema Geborgenheit/ Wärme

von  Terminator

Die schönsten Träume, Liebe ausgenommen,

sind immer wieder die von jenen Orten,

die mir das Recht auf Einsamkeit verbriefen.

Auf einmal ist die zweite Wohnung da,

als ich, noch Jüngling, bei den Eltern wohne;

schon fahr ich froh im hellen Traum dorthin,

und weiß, wie viele Stunden oder Tage

des ruhigen Alleinseins mir vergönnt.


Ein Urlaubsort, hinter der Wand gleich Rummel,

in der verschlossnen Wohnung ich allein,

und werd es lange bleiben, freu mich vor.

Ach, Straßenkilometerschilder, Fahrrad,

Fußwege, Häfen, Regen, Sonnen, Schneen:

schon Wege zu mir selbst zum Ziele werden.

Allein. Nur leider nicht allein auf Erden.


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Kommentare zu diesem Text

SamaelTiberiu (45)
(28.11.21, 05:38)
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 Terminator meinte dazu am 28.11.21 um 13:08:
Andere müssen in ihren Träumen Erfahrungen von Ausgrenzung verarbeiten, bei mir ist es das Nichtalleingelassenwordensein. Melancholisch stimmen kann sicherlich beides.

 romance (28.11.21, 14:38)
In meinen Träumen haben die Häuser keine Dächer und die Wände keine Türen. Ich gehe von einem offenen Raum um die Ecke in den nächsten offenen Raum um die Ecke in den nächsten offenen Raum, bis ich aufwache.

 Terminator antwortete darauf am 28.11.21 um 14:40:
Sind das Alpträume im Sinne des Sichnichtzurückziehenkönnens?

 romance schrieb daraufhin am 28.11.21 um 14:47:
Nein, im Gegenteil! Es sind Entdeckungslustträume, als würde ich durch mein Gehirn wandeln und alles, was mir im Wachzustand verschlossen ist, endlich erfassen und wiedererkennen dürfen.
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