Das gnostizistische Manifestum

Schundroman zum Thema Magie

von  Terminator

Seine Selbstähnlichkeit sprach und sagte: "Es ist mit Sicherlichkeit gut, dass ihr nach mir sucht, und besser, als nicht nach mir zu suchen, aber ich verwahrheite euch, dass Christentum und Islam nur die Wege der Mehrheit, und nicht die Wege der Wahrheit sind".


Seine Attraktortätigkeit aß ein Mandelbrot und ergänzte: "Nicht die hohe, sondern die geringe Zahl ist ein Indikator für den Erfolg einer Religion bei der Suche nach mir, sprich der Gottsuche". Zur Idiotensicherheit empfahl Er einen Text.


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Kommentare zu diesem Text


 Quoth (04.12.21, 07:31)
"Die Wahrheit ist bei wen'gen stets gewesen." Schiller: Demetrius

 Terminator meinte dazu am 04.12.21 um 07:51:
Ja, das stimmt auch im Ernst, nicht nur im Spaß.

 Quoth antwortete darauf am 04.12.21 um 10:45:
Habe aus dem Gedächtnis zitiert, hier der komplette und richtige Text:

Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen.
Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,
Um Brot und Stiefel seine Stimm verkaufen.
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.


Vor 200 Jahren wäre ich sicherlich auch kein Demokrat gewesen!
Gruß Quoth

 Graeculus schrieb daraufhin am 04.12.21 um 13:42:
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen
Das ist (auch) ein alter juristischer Grundsatz: "Testes non numerantur, sed ponderantur."

 Graeculus (04.12.21, 13:40)
Es wird Dich vielleicht interessieren, daß ich kürzlich unter allerlei epigraphischem Material einen bis dato unbekannten gnostischen Text entdecken durfte, den ich wie folgt übersetzt habe:
Am Anfang war der Ganz Große Eine Geist (GGEG), und er hatte die Idee, es sei gut, einem Sonnenuntergang zuzuschauen und dabei eine Pfeife zu rauchen. Damit war die Idee des Guten (ἡ τοῦ ἀγαθοῦ ἰδέα) entstanden. Zusätzlich mußte der GGEG aber auch noch den Sonnenuntergang, also die Sonne, und obendrein die Pfeife erschaffen. Als er dann in den Sonnenuntergang schaute und die Pfeife rauchen wollte, merkte der GGEG, daß er das mit dem Pfeiferauchen mißverstanden hatte, weshalb er auch noch den Tabak dazu erschaffen mußte. Bei dem Versuch, diesen Tabak an der Sonne zu entzünden, verbrannte sich der GGEG ganz entsetzlich die Finger, so daß er gezwungen war, auch noch die Streichhölzer dazu zu erfinden.
 
Schließlich saß der GGEG ermattet vom vielen Erschaffen im Angesichte des Sonnenuntergangs und rauchte seine Pfeife.
Und er sah, daß die Schöpfung vollkommen war.
Eine Reaktion der Fachwelt steht noch aus.

 Terminator äußerte darauf am 04.12.21 um 14:40:
Wenn die Idee des Rauchens dem Geist vorausging, dann wäre nicht der Geist, sondern der Rauch das Ursprüngliche. Der Fachwelt ist ein Weltursprung bekannt, der besagt: Zuerst war Rauch. Da Rauch durch nichts begrenzt war, entstand kein Schall. Wäre Schall entstanden, wäre die Welt Schall und Rauch. Da die Welt aber nicht Schall und Rauch ist, ist sie real... Aber ein allgemeines unbeseeltes Prinzip und ein voluntaristisch gedachter Weltursprung (ein Wille war da, er genügte sich selbst nicht, und erschuf die Welt), das ist ein ewiger Widerstreit in (und zwischen) allen Ursprungsmythen.

 Dieter Wal (06.12.21, 01:19)
https://www.reclam.de/detail/978-3-15-019210-8/Aland__Barbara/Die_Gnosis

Bringt das Entstehen des NT und Gnosis im Dialog dazu erfreulich zur Geltung. Ganz neuer Blickwinkel.
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