Frohes neues Jahr 1992!

Tagebuch zum Thema Abgrund

von  Terminator

Dieser Text gehört zum Projekt  Corona-Texte

Neujahr vor 30 Jahren: meine Heimat, die Sowjetunion, hatte sich aufgelöst. Es war ein Fall ins nichts, keine Eingliederung meiner Teilrepublik an einen reichen demokratischen Staat. Was würde ein unabhängiges Kasachstan sein? Wird es Bürgerkrieg geben? Vertreibungen? Alles war möglich. Ich war 9 Jahre alt.


Die Corona-Krise mit der Impfdebatte sehe ich schon deshalb entspannt. Wer nur Stabilität kennt, wird die gegenwärtige Lage allein schon aus (fehlender) Erfahrung anders sehen.


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Kommentare zu diesem Text


 loslosch (01.01.22, 09:26)
das thema ließe sich erweitern: will Putin die Ukraine besetzen? nö! äußerstenfalls die VR Luhansk. (schlimm genug, auch wenn sie inoffiziell längst besetzt ist.)

Astana heIßt jetzt Nur-Sultan, Berlin demnächst Angie-Town.

 Terminator meinte dazu am 01.01.22 um 09:48:
Putin wollte nach dem Putsch 2014 in Kiew nur die Krim. Aber in der Ostukraine leben fast nur Russen, und die im äußersten Osten wollten, wie die Krim, lieber zu Russland gehören. Putin stand vor dem Dilemma, Quasi-Landsleute im Stich zu lassen oder für den Westen als Aggressor zu gelten. Er bekam beides als Strafe für die Unentschlossenheit. Die Junta in Kiew hätte er stürzen müssen. Die andere Möglichkeit wäre gewesen, die für wenige Tage bestehende unabhängige Republik Krim nicht einzugliedern, sondern als eigenen Staat zu akzeptieren. Er hätte den Stützpunkt in Sewastopol behalten und kein falsches Signal an die Russen in der Ostukraine gegeben. Noch besser wäre, wenn Jelzin, bei der Auflösung der UdSSR von Krawtschuk gefragt, ob Russland die Krim zurückwolle, gesagt hätte: "Selbstverständlich!" Chruschtschow hatte die Krim ausschließlich aus verwaltungstechnischen Gründen der Ukraine angegliedert, unter der Voraussetzung, dass die UdSSR als Einheit bestehen bleibt.

Für mich ist und bleibt es Zelinograd, egal wie oft es noch umbenannt wird.
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