Grinsende Wölfe

Gedicht

von  Beislschmidt

Grinsende Wölfe

Die Schafe stehen dicht und gut bewacht.
Ein Sommertag ist schnell vergangen.

Der treue Hund späht in die laue Nacht.

Der Mond von Wolken ganz verhangen.


Die Gräser seufzen letztes Schwirren.

Ein Rudel Wölfe lauert hinter Büschen.

Wer wird sich heute Nacht verirren?

Wen wird die Meute wohl erwischen?


Ein hübsches Schaf mit Lockenpracht

wird wohl das nächste Opfer sein,

hat sich trotz Warnung aufgemacht

und äugt ins tiefe Schwarz hinein.


Weit hinten glänzt ein gelbes Schimmern

und tiefes Grollen bricht die Stille,

dann hört man nur ein leises Wimmern,

der Tod war kalkulierter Wille.


Das Schäflein und der Hund im eignen Blut - vergebens war der Rat.

Die Wölfe räkeln sich und streichen grinsend sich den langen Bart.


16.10.16



Kommentare zu diesem Text


 Agnete (21.01.22, 12:27)
hier scheint es mir sehr zu menscheln, lieber Beisl. Als Schaf muss man sehr wachsam sein. Und der Hund starb wohl in Erfüllung seiner pflicht. Hätten sie mal einen Owtscharka genommen... LG von Agnete

 Beislschmidt meinte dazu am 21.01.22 um 13:13:
Gut erkannt Agnete - so ein Bärenhund ist ein mutiger Kämpfer. 
So manches Schäflein könnte noch am Leben sein, hätte es so einen Begleiter zur Seite gehabt. 
LG vom Beisl
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