Schopenhauer der Hegelianer

Lautgedicht zum Thema Feind(schaft)

von  Terminator

Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu sein, sondern damit der Weltgeist durch uns seiner Selbst bewusst wird. Alles sinnleere Philosophasterei, schimpft Schopenhauer, und sagt, wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu sein, sondern damit der Wille durch uns seiner Selbst bewusst wird.


Kommentare zu diesem Text


 harzgebirgler (26.01.22, 11:01)
den will'n hat zu ende gedacht
erst nietzsche im willen zur macht.

 Terminator meinte dazu am 26.01.22 um 18:06:
Man muss kein Bammel vor dem Leben kriegen,
sondern es willentlich mit großer Macht besiegen.

 Augustus (26.01.22, 13:46)
Wie ist denn der Weltgeist zu begreifen? Fliesst jeder Wille in den Weltgeist ein und erhalten jene dadurch freien Zugang zum Weltgeist?

 Terminator antwortete darauf am 26.01.22 um 18:09:
Die einzelnen Individuen bei Hegel sind bloße Momente des Weltgeistes, nichts Selbstständiges; das Individuum bei Schopenhauer ist bloß Erscheinung, das Ding an sich ist der Wille, der, wie der Weltgeist, nicht individuiert ist.

Im Grunde vertreten beide bis auf Nuancen dieselbe Metaphysik. Nur ist Hegel Optimist (lebensbejahend) und Schopenhauer Pessimist (lebensverneinend).

 Graeculus (26.01.22, 17:21)
Ist eine auffallende Parallele, ja. Führte sie nicht zur Philosophie Eduard von Hartmanns?

 Terminator schrieb daraufhin am 26.01.22 um 18:13:
Ich fürchte ja (sonst könnte ich nun systematisch Nietzsche lesen; bisher las ich zwar schon viel von ihm, aber durcheinander). Und ich hoffe ja (vielleicht gibt er bessere Antworten als Nietzsche).
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