Vergänglich

Gedicht zum Thema Abschied

von  Teolein



Die letzten Worte werden leise

getragen und in stiller Weise

für diesen Anlass wie bestellt

dezent gehaucht und es verlässt

ein minimaler Lebensrest

in Form von Sprache diese Welt.  

 

Gesagt wie in Granit geschlagen

dazu ergeben Trauer tragen,

das letzte Wort bekommt Gewicht

und hallt vernehmlich lange noch

gut hörbar nach, die Zeit jedoch

steht für‘s Vergessen in der Pflicht.

 

Vermag der Trauernde Gedenken

stets abrufbar in Bahnen lenken?

Erinnerungen halten an

wenn er in einem Zeitgerüst

und jenseits von Gedankenfrist

Vergangenes erspüren kann.

 

Für Junge wie für Altbetagte

bestehen bleibt das Letztgesagte

wie Abdrücke in feuchtem Ton.

Es drückt sich ein und nimmt sich Raum

bemisst sehr selbstbewusst den Saum

für seinen Platz als Emotion.

 

Doch bleiben nur Gedankenfunde

von einem Leben eine Stunde

aus einem Satz nur ein Fragment.

Mitunter nur ein Alibi.

Stets wenig Zeit, nie reichte sie

sodass man nur den Namen kennt.

 



Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Zur Zeit online:
keinVerlag.de auf Facebook keinVerlag.de auf Twitter keinVerlag.de auf Instagram