Das Versprechen

Gedicht zum Thema Veränderung

von  IsoldeEhrlich

 

Das Meer hält heute Ruhetag,

erschöpft vom nächtelangen Tosen.

Gemächlich sachter Wellenschlag

versucht den Spülsaum zu liebkosen.

 

Ich lauf durch meinen Inseltraum,

zum letzten Mal will ich ihn leben,

vergess für Stunden Zeit und Raum

und würde alles dafür geben.

 

Die Fußspur hier im weißen Sand

verliert sich, sie wird bald verschwimmen.

Wie gern hielt ich jetzt eine Hand!

Und plötzlich wispern sanfte Stimmen.

 

Kaum hörbar, fast im Flüsterton,

verspricht die See, auf mich zu warten.

Vielleicht find ich im Sommer schon

den Ausweg aus dem Dornengarten.



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Kommentare zu diesem Text


 Thal (10.06.22, 21:25)
Vielleicht diesen Sommer, vielleicht auch nächsten, oder übernächsten?... das hab ich mir auch schon so oft gedacht.
Wird vielleicht mal Zeit wirklich alles zu geben, auch zuletzt diesen Traum all der verschwendeten Jahre- wegzugeben.
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