Hirnakrobatik

Sonett zum Thema Abhängigkeit

von  Ralf_Renkking

Mit vielen lässt sich heutzutage noch reden,
nur leider mit allen nicht oder mit jeden,
da mancher Asket
die Rede verschmäht,
denn er ist ja schließlich nicht im Garten Eden,
er triezt seine Gegner, die er stets verlädt,
bis niemand mehr um milde Gaben noch fleht.

Nicht wenige schließen deshalb ihre Läden
nur wegen des Scheins irreparabler Schäden,
der sturste Ästhet
wird so umgedreht,
weil, meistens zieht dort immer noch der die Fäden,
der gern darauf wartet, mit schwerstem Gerät
den Weg sich zu ebnen, sobald es denn geht.

Noch einfacher als in den Wüsteneinöden
ist es nämlich längst, wen im Bett anzuschnöden
und mancher gesteht nicht einmal diskret,
dass er noch mit Puppen spielt und solche spröden
Genossen sind gar nicht mal selten gesät,
gerade die leisten meist Hilfe zu spät.

Am besten geeignet, um schnell zu verblöden,
erscheint daher der Verzehr von Mutterböden,
doch auch die Diät
und manches Gebet
hilft Adern im Hirn wirkungsvoll anzuschwöden,
so dass in der Gegend ein frischer Wind weht,
solange man keinem den Hintern zunäht.




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Kommentare zu diesem Text


 harzgebirgler (04.05.22, 12:56)
hängt der mensch an was
führt gern zu abhang das.

gruß
henning

 Ralf_Renkking meinte dazu am 06.05.22 um 07:09:
Danke Henning, ein Knoten im Wege der Windung stört außerdem meist die Verbindung. 👋😂

Ciao, Frank
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