Erbin

Text zum Thema Allzu Menschliches

von  Mondscheinsonate

Marlene Engelhorn will 90 Prozent ihres Erbes spenden und besteuert werden. Die Witwe des BASF-Gründers hat noch 4,2 Milliarden Dollar Privatvermögen, wo ein Teil einmal Marlene bekommen wird. 

Ich mag sie, aber ich würde es nicht hergeben. Als reicher Mensch hat man eine Verantwortung, ich würde selbst Projekte gestalten wollen, dies nicht anderen überlassen. Das, mit der Besteuerung, das finde ich gut. 4,2 Milliarden Dollar, das muss man sich einmal überlegen! Selbst ein zweistelliger Millionenbetrag reicht. 


Ich mag diesen Futterneid, reichen Menschen gegenüber, nicht. 

Meine Güte, so viel Geld, da könnte man wunderschöne Wasserprojekte in Entwicklungsländern starten, überhaupt Ernährungs- und Umweltprojekte! Pecunia non olet, wahrlich nicht. 

Und, meistens, die, die viel Geld erwarten, faseln, dass sie es gar nicht wollen oder, dass es nichts bedeutet. Natürlich bedeutet es etwas, wenn man es sinnvoll einsetzt. 

Ich hab Erspartes, hart Erarbeitetes, nehme mir gerade eine Auszeit, ja, habe darauf geschissen, ich sage es frei heraus, meine Psyche ist mir wichtiger. Und, wenn ich, so wie vorhin, zu einem Vorstellungsgespräch gehe und eigentlich, so habe ich mir gedacht, von Louboutin bis Chanel trage, tausende Euro am Körper habe, dann, weil es mir gefiel, dennoch, trotz Arbeitslosigkeit spende ich wöchentlich 20 Euro an die Katzenhilfe, das ist mir ein Bedürfnis.

Also die, die faseln, sollten sich einmal überlegen, was sie für Friede, Freude und Eierkuchen eigentlich machen. Zumeist sowieso nichts. 

Ach, ich hätte so viele Ideen, was man mit dem Geld machen könnte! Nein, spenden würde ich es nicht, sondern etwas damit tun. 


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Kommentare zu diesem Text


 AlmaMarieSchneider (16.05.22, 18:58)
Nicht jeder kann etwas spenden oder tun. Milliardäre spenden im Verhältnis zu Deiner Katzenspende gesehen nur einen Bruchteil, sie zahlen oft nicht einmal Steuern.
Die Misere ist doch, dass die Menschen, die ein Herz für die Not in dieser Welt haben finanziell nur wenig tun können. 
Ich lese Deine Beiträge sehr gerne.

Liebe Grüße
Alma Marie

 Mondscheinsonate meinte dazu am 16.05.22 um 19:19:
Dankeschön. Aber, ist es nicht so, dass die, die fast gar nichts haben, am Meisten geben? Zumindest für Tiere.
Adrian (47)
(17.05.22, 09:31)
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 Mondscheinsonate antwortete darauf am 17.05.22 um 09:38:
Die Rechtsform der Stiftung wäre auch interessant.

 Ralf_Renkking (17.05.22, 10:11)
Jede nach ihrer Fasson, wenigstens hat sie nicht vor, sich auf ihrem Erbe auszuruhen, muss im Falle einer Spende aber um Wohltätigkeit oder sonstiger Weltverbesserungsmaßnahmen aber auch nicht selbst besorgt sein und vielleicht braucht sie für ihre Karriere, bzw. Interesse auch nur eine Rücklage von 10 %, falls mal alle Stricke reißen sollten.
Ich kenne die österreichischen Steuergesetze nicht, wieso muss sie erst darauf hinweisen, besteuert werden zu wollen?
Im Übrigen finde ich die Idee von Nobel nachahmenswert, die halte ich für die intelligenteste Art, Geld auch nach dem Tod noch sinnvoll auszugeben und wer weiß, vielleicht braucht M. E. das Geld ihrer Vorfahren gar nicht, um mal in seine Fußstapfen zu treten.
👋😂

Ciao, Frank

 Mondscheinsonate schrieb daraufhin am 17.05.22 um 10:33:
Also, Fakten...Millionenerbe wird nicht besteuert, das fordert sie. Sie, ich korrigiere mich, bekommt nicht das ganze Geld, angeblich "nur" einen zweistelligen Millionenbetrag. Dennoch genug. Marlene hat oder studiert noch, Germanistik. Das alles ist ehrenwert, dennoch denke ich, die Vorfahren haben das Geld erwirtschaftet, also nicht wie sie, geschenkt bekommen und da denke ich, sollte sie damit arbeiten. Das ist eine große Verantwortung. Sicher bedrückend, aber wichtig.
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