Das Wertpapier

Text zum Thema Absurdes

von  Mondscheinsonate

Wäh! 

Fängt so etwas Literarisches an? Ich erhob nie einen Anspruch darauf, bin ich denn bloß eine Gedankenerzählerin, nicht mehr und nicht weniger, aber zurück...


Wäh!!!

Die Rede ist vom Wertpapierrecht, und mit dem Wort wäre der Text schon zu Ende, das nur aus Definitionen besteht, keinen Spielraum für Phantasie, sprich Eigenkreationen lässt. 

Nachdem ich das Arbeitsrecht hinter mich oder mir, es folgt der Akkusativ, mich lassen durfte, bin ich nun im letzten Drittel. Den Schmafu habe ich mir für den Schluss aufgehoben. Macht es nicht, niemals und nie, nur ein guter Rat. Es ist zäh wie ein Kaugummi, den man eigentlich nur noch ausspucken möchte. Chinesische Folter, es tropft permanent auf den Kopf, aber, auf Wienerisch "es staubt ausse". (heraus!)


So wie damals mit der Sommeraufgabe. 100 Seiten "mach ich morgen" und dann saß man bei 30 Grad und Opa versuchte die Divisionen einzuhämmern. "Kind, das lernst du nie!" (Opa, ich verwende heute nur noch einen Taschenrechner!) Die unsäglichen Rohrstockgeschichten in Endlosschleife, kein Weiterkommen! Kein Entkommen! Opa war bei Schulbildung gnadenlos. Während Oma in der Küche hantierte und auf einen Zettel "Mehll" schrieb oder "Mielch". Ich durfte das nicht, Oma hatte alle Rechte, sie besserte er nie aus. "In dir steckt Potenzial!" Woher weiß man sowas? Stellt man da die richtigen Fragen?


Auch später, viel später... "puella, puellae, puellae, puellam, puella!, (cum) puella..." und jetzt rückwärts. Er saß neben mir, nahm den Füller als Taktstock, die Bienen surrten in den Rabatten. "Richard! Essen!" erklang es aus der Küche auf die Terrasse. Ich nicht? "Du bleibst sitzen, bis du es kannst!" Konrad Gustav, keine Gnade. 


Es gab Wasser und Brot vom Montag, es war Freitag. So viel Geld sie hatten, zwei Haushälterinnen, einen Chauffeur, vor der Pensionierung, das Brot wurde niemals weggeschmissen. Es war steinhart, manchmal wurde der Schimmel abgekratzt. Ich greife mich an, lebe noch, hätte mich aber nicht gewundert, wenn nicht. 


Schaffte ich die Deklinationen, so gab es Bratlfett, unübersetzbar, Schmalz ist etwas anderes, es ist das gestockte Fett vom Schweinsbraten. Exzellent, für das lohnte es sich, für das harte Brett, das sich Brot nannte, zu lernen. 


Wäh!!!!

Wertpapier iwS, Wertpapier ieS, so uninteressant, aber das Wort "Indossament" mag ich. 

Ah ja, als ich mit den 100 Seiten fertig war, regnete es nur noch und der Sommer ging zu Ende, bald war wieder Schule.


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Kommentare zu diesem Text


 Fridolin (28.05.22, 03:40)
was ist "Schmafu"?

 Mondscheinsonate meinte dazu am 28.05.22 um 12:03:
Blödsinn.

 DanceWith1Life antwortete darauf am 28.05.22 um 14:57:
Lach, "Studentenlatein", so liest es sich für "Nicht-Uni-Absolventen" in all seinen "Höhen un(d) Tiefen", das mit dem Brot war bei uns "Zuhause" genauso, auch ohne "Lernzwang" , der ja eigentlich verboten gehört, denn die Feinheiten jedes Sujets öffnen sich nur lebendigem Interesse.

 Fridolin schrieb daraufhin am 28.05.22 um 15:13:
da hätten wir dann also ein Wertpapier ieS, was ich entschlüssele als "im eigentlichen Sinne". Wie so oft bei Deinen Texten ...

 Mondscheinsonate äußerte darauf am 28.05.22 um 15:16:
"Im engen Sinn" ... :D

 Fridolin ergänzte dazu am 28.05.22 um 15:29:
oh nein, ich bestehe auf meiner "Übersetzung"

 Mondscheinsonate meinte dazu am 28.05.22 um 15:34:
Gern :)
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