Agonie der Wespe

Kurzgedicht zum Thema Beobachtungen

von  minimum

Agonie der Wespe
im grauen Geviert
der Terrassenfliese:


aus der Rückenlage noch einmal
auf die wimmelnden Beine kommend


für ein letztes
verbissenes
Kreiseln ohne Raumgewinn


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Kommentare zu diesem Text


 AlmaMarieSchneider (03.08.22, 12:15)
Gefällt mir sehr lieber minimum. Auf die erste Zeile im ersten Vers würde ich verzichten, sondern den Titel als erste Zeile sehen.

Liebe Grüße
Alma Marie

 minimum meinte dazu am 04.08.22 um 10:56:
Vielen Dank :) Die erste Zeile ist für mich schon ein integraler Bestandteil des Fließtexts - einen eigentlichen Titel gibt es nicht. (Aber "Ohne Titel" wollte ich nicht in das entsprechende Feld der Eingabemaske schreiben, und der Gebrauch von eckigen Klammern - wie man sie in solchen Fällen gelegentlich sieht - widerstrebt mir ...)

 EkkehartMittelberg (03.08.22, 17:41)
Hallo minimum,

das erinnert an das Schicksal mancher Menschen.

LG
Ekki

 minimum antwortete darauf am 04.08.22 um 11:02:
Da hat wahrscheinlich jeder aus eigenem Erleben Beispiele vorm inneren Auge. Danke dir!

 Agnete (03.08.22, 20:16)
ein Symbolgedicht, liebe Minimjum, das sich durchaus auf den menschen übertragen lässt. LG von Agnete

 minimum schrieb daraufhin am 04.08.22 um 10:57:
Freut mich, dass dein Kommentar mein mageres Quasi-Protokoll zum Symbolgedicht adelt :) Vielen Dank!

 wa Bash (04.08.22, 00:25)
dafür einen perfekten Kreiseltanz hingelegt, würde ich mal so sagen  ;)

 minimum äußerte darauf am 04.08.22 um 11:10:
Danke für die Erweiterung der Perspektive - ich sag mal so: Solange man beim Betreten der Terrasse nicht von einem ganzen Ballett sterbender Insekten begrüßt wird, bleibt diesseits des Grauens tatsächlich noch Raum für individuelle Würdigungen :)
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