children of tomorrow

Glosse zum Thema Aktuelles

von  Hobbes

Sollte Klaus Meines vorwurfsvolles Fragezeichen hinter „are buried in the past forever ?“ aus dem Mega Hit wind of change sich als eine Prophetie herausstellen und es zu einem neuen Kalten Krieg kommen? Haben wir die „Kinder der Zukunft“ versagt? Sind die fernen Reminiszenzen doch nicht tief genug begraben worden? Die Welt von Boris Jelzin, Helmuth Kohl und Bill Clinton ist von uns verspielt! Im Kreml regiert nicht mehr der gute Zar Boris und Anton Tschechow wie Michail Gorbatschow sind nicht mehr die gute Seele Europas. Der unübertreffliche Westen zeigt Ermüdungserscheinungen, weil oder gerade deshalb Russland sich nicht mehr als ein fester Bestandteil dessen sieht!

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Anmerkung von Hobbes:

Danke Frankfurt!

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Kommentare zu diesem Text


 harzgebirgler (18.08.22, 17:41)
hallo hobbes,

der jelzin soff einfach zu viel -
drum hatte putin leichtes spiel
in dem sich beresowsky schwer versah
denn bald war der entpuppte despot da!

lg vom harzer

Kommentar geändert am 18.08.2022 um 17:42 Uhr

 Hobbes meinte dazu am 18.08.22 um 18:07:
Guten Tag harzgebirgler,

nein, ich glaube Klaus Meine hat recht. Und das habe ich schon damals, also so um 2001/2 bemerkt. Die Geschichte lässt sich nicht sofort verdauen, wie nach Knopfdruck. Deshalb das Fragezeichen hinter dem "are buried in the past forever?". Alle hatten noch den Kalten Krieg im Kopf. Mit seinen Höhen und Tiefen. Und in den Kinos wie im TV lief nur James Bond, der Kalte Krieger schlechthin. Nein, "wind of change ist für mich ganz klar auch eine Prophetie!

Besten Dank für deinen persischen Vierzeiler oder wie es da auch genauer in seinen abgewandelten Formen auch heißt!

Gruß

Peter

 Agnete antwortete darauf am 19.08.22 um 13:17:
ich denke, Harzer hat recht, aber ich denke auch, es wäre auch eine Chance gewesen , die Sache mit Kohl und Gorbatschow. Immerhin haben die Russen uns die deutsche Einheit ermöglicht. Wären sie dagegen gewesen, wäre da gar nix gelaufen mit "Wir sind das Volk". Sie haben die DDR ausgebeutet und als nix mehr zu Holen war, sie zum Sanieren dem Westen übergeben...LG von Agnete

 Hobbes schrieb daraufhin am 19.08.22 um 13:36:
Guten Tag Agnete,

natürlich hast du mit deinen Sorgen recht! Wir dürfen aber auch die Leistung der Ost - Deutschen nicht abwerten. Die DDR war in den letzten Monaten ihres Bestehens eine parlamentarische Demokratie nach westlichen Maßstäben! Platz 17. unter den Industrienationen. Die Kunst in der DDR war auf einem Niveau, das man nur mit dem Goldenem 17. Jahrhundert der Niederlande vergleichen konnte. Die Literatur in der DDR ist ohne Beispiel. Schriftsteller wie Johannes Becher, Berthold Brecht und Heinz Kahlau sind immer noch Schulstoff in über 80 Ländern dieser Welt. Die DDR muss ebenfalls als eine deutsche Erfolgs - Geschichte angesehen werden.

Sommerliche Grüße

Peter

 Agnete äußerte darauf am 19.08.22 um 20:26:
was du sagst, Peter über Kunst und Literatur, dem will ich gerne zustimmen. Aber dass die DDR jemals eine Demokratie war, das möchte ich bestreiten. Vielleicht nach außen hin, aber alle Seilschaften schwangen noch... ;) 
dass das Volk jedoch auf die Straße ging, den Mut dazu hatte, das war sicherlich eine Leistung, die ja geschichtsbuchreif ist...
Volk und Politik sind nicht selten zwei Dinge...
LG von Agnete

 Hobbes ergänzte dazu am 19.08.22 um 20:43:
Guten Tag liebe Agnete,

ach, ehrlich gesagt du hast recht! Wenn ich so an das 20. Jahrhundert denke, dann dünkt mir, dass es da nur den Amerikanern alleine gut ging! Es ging doch sonst allen schlecht! Uns Europäern ist nach dieser verdammten Zeit des Imperialismus und Kolonialismus wenig geblieben! Ich bin ehrlich gesagt ein Romantiker, der sagt; wären wir lieber zu Hause geblieben. Über die Ost - Deutschen kann ich nur gutes sagen! Besonders der Bestseller von Andreas Kossert "Kalte Heimat" hat mich zu einem großen Bewunderer des deutschen Ostens gemacht!

Sommerliche Grüße

Peter

 Teolein (21.08.22, 19:39)
Moin,
ja, die DDR war in den letzten Monaten eine Demokratie.
Ich bemerke, das die Privatschulen gerade bei dir ihren Bildungsauftrag besonders ernst genommen haben. Da fehlt dann auch nicht mehr viel an der Tatsache, dass die 140 Mauerntoten beim Sackhüpfen auf einer Tretmine gelandet sind und Hohenschönhausen und Bautzen Freizeitstätten mit luxeriösem SPA- Bereich waren. Damit mich hier Niemand falsch versteht: es gab nicht wenige Bürger, die sich in diesem Staat sicher und gut behütet fühlten. Jeder hatte Arbeit wenn er denn wollte und ihr Nachwuchs war sicher und gut aufgehoben in betreffenden Einrichtungen.
Aber Demokratie? Zu keiner Zeit!!!

 Hobbes meinte dazu am 21.08.22 um 19:58:
Sehr geehrter Teolein,

natürlich hast du recht! Wir leben in einer furchtbaren Zeit des Totalitarismus und schlimmster Unrechts - Systeme! Die DDR hat sich ja auch nur auf größtmöglichen Druck des Westens und der BRD gewandelt. Und dahinter standen Philosophen der Frankfurter Schule wie Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Jürgen Habermas denen wir Unendliches zu verdanken haben!

Vielen Dank für dein Kommentar.

Beste Grüße

Peter

 Teolein meinte dazu am 21.08.22 um 20:09:
Mein lieber Peter,
Du bist sehr bildungsbeflissen und auf einem beachtlichen Wissenstand.
Das imponiert mir. Ich bin eher praxisorientiert und bevorzuge einen bodennahen Pragmatimus.
Erlebe hier aber den Austausch mit Vielen, auch mit dir, als Quellsegment geistigen Labsals.
Dir einen schönen Sonntagabend
LG
Teo

 Dieter_Rotmund (26.08.22, 11:58)
Und wer soll dieser Helmuth Kohl gewesen sein?
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