Waldimpressionen

Stanze

von  Janna

Mir ist so sonderbar, wo liegt der Grund?

Ich kenne jeden Baum in diesem Wald!

Wohl tausendmal ging ich hier mit dem Hund.

An einer Eiche macht er plötzlich Halt

und meldet einen grauenhaften Fund:

Im Laub liegt eine menschliche Gestalt.

Mir ist, als ob mein Blut zu Eis gefriert:

Das Mädchen ist entsetzlich massakriert.


Ein Knarzen dringt ins Ohr. Hoch im Geäst,

gleich über mir, hängt regungslos ein Mann.

Minutenlang hält mich Erstarrung fest,

dann reißt ein Bussardschrei mich aus dem Bann,

was mich zwecks Überlebens handeln lässt:

Ich renne aus dem Wald, so schnell ich kann.

Der Mörder läuft mit mir. Auf Schritt und Tritt.

Und auch der Teufel, der mich heute ritt.






























Anmerkung von Janna:

2008

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Kommentare zu diesem Text


 Didi.Costaire (02.11.25, 09:44)
Guten Morgen Janna,

das hätte ich jetzt nicht erwartet. 

Beeindruckte Grüße, 
Dirk

 diestelzie (02.11.25, 10:27)
Nicht gerade sehr idyllisch, aber sehr gut.

Liebe Grüße
Kerstin

 plotzn (02.11.25, 12:26)
Servus Janna,

alleine im Wald, da kann einem schon mal die Einbildung einen Streich spielen und man sieht und hört "Gespenster".

Wenn dei sich dann wieder in Luft auflösen, ist alles gut.

Liebe Grüße
Stefan

 Moppel (04.11.25, 11:32)
eine schaurige Ballade, liebe Janna. Ja, der Wald hat viele Seiten...lG von M.
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