In memoriam

Limerick zum Thema Tragik

von  AchterZwerg

In Shkodra parliert man albanisch;

im Forum vermehrt grobianisch.

Oft blöd bis es schäumt,

manch Cortex sich bäumt -

ein Grieche begegnet dem panisch!



Anmerkung von AchterZwerg:

Cortex cerebri = äußere Schicht des Gehirn, die bei fast (!) allen für das Denken, die Wahrnehmung und die Bewegung zuständig ist.  8-)

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Kommentare zu diesem Text


 DanceWith1Life (12.11.25, 16:54)
Grobianisch wurde als Sprache akzeptiert, echt jez
 Tiny desk

 AchterZwerg meinte dazu am 13.11.25 um 07:05:
Ich habe das schöne alte Wort zum ersten Mal bei Schopenhauer gelesen. Natürlich ging es um einen Kollegen ...  :D

 FrankReich (12.11.25, 17:35)
Pechschwarzer Trompeter

Die Hertha ist Haupt eines Chores,
der Sturm probt, als auch Kokolores;
der Ernst mischt die Spur
zur Einheit, fehlt nur
noch Reife, Verstand sowie Mores.

🤔

Ciao, Frank

 AchterZwerg antwortete darauf am 13.11.25 um 07:09:
Wem sagst du das!

Was mir immer wieder auffällt (und nicht nur hier) ist, dass allzu häufig Intellektuelle im Fokus des sich summierenden Hasses stehen.
Gerade die Kultivierten und Freundlichen unter ihnen, die keinem etwas tun.

Beschämend.

 Tula schrieb daraufhin am 13.11.25 um 23:19:
Hallo
Ich denke, das war schon immer so. Ignorante Menschen verachten Intellektuelle, vor allem, wenn sie sehr viel auf sich halten. Wer es wagt, mit Fakten zu kommen, die sich den Schablonen im Kopf einfach nicht fügen (können), der wird als 'Besserwisser' abgefertigt. Anderswo und nicht nur dort.

LG Tula

 AchterZwerg äußerte darauf am 14.11.25 um 06:30:
Du sagst es.

Manchmal erstaunt es mich trotzdem, welch geballter Hass allein durch Mehr-Wissen ausgelöst wird. 
Ich möchte nicht gleich mit der Nazikeule kommen, doch die Ausgrenzung Intellektueller und die Herstellung eines Wir-Gefühls genau darüber, erinnert mich doch fatal an jene Zeiten.

 FrankReich ergänzte dazu am 15.11.25 um 17:58:
Ich meine sogar, dass es zunächst einmal allgemein um die Ausgrenzung "renitenter", bzw. andersdenkender Minderheiten geht, egal ob die sich auf intellektueller, politischer oder religiöser Ebene unterscheiden, denn mit dem Ergebnis ihrer Bloßstellung, Diskriminierung, etc. lässt sich besser eine Verbindung zu Gruppierungen herstellen, die sich weder leicht abschrecken noch umdrehen lassen. 🤔

 AchterZwerg meinte dazu am 16.11.25 um 07:21:
Die eigentliche Tragik liegt darin, dass ein vermeintlich "richtiges" Denken meist durch jene vorgegeben wird, die allzu gern im Flachen gründeln.
Und: Flach zu flach gesellt sich gern!  :)

 FrankReich meinte dazu am 16.11.25 um 08:56:
Ich bezweifele, dass Schablonen da weiter helfen, in diesem Fall klingt Dein abgewandeltes Sprichwort ähnlich nach Resignation wie das altbekannte "Der Klügere gibt nach".
Die wahre Tragik daran besteht allerdings darin (😂), dass der Klügere solange nachgibt, bis er der Dümmere ist. 
Binsenerkenntnisse bringen also auch als transplantierte Vergleiche nur dann etwas, wenn sie in ihrer Konsequenz weitergesponnen werden. 👋😉

 DanceWith1Life meinte dazu am 22.11.25 um 15:50:
Da wird sich die Flat Earth Society aber freuen

 lugarex (12.11.25, 18:08)
Grieche schreibt man doch Graecules, oder?

Liebste Grüsse an Dich und ihn <3

 AchterZwerg meinte dazu am 13.11.25 um 07:10:
Problem erkannt, Problem benannt!  :D

 Jack (12.11.25, 18:34)
Warum haben Austeiltanischsprachige eigentlich den Anspruch an andere, Einsteckianisch zu verstehen, ohne es selbst zu beherrschen?

 AchterZwerg meinte dazu am 13.11.25 um 07:11:
Verstehe ich jetzt nicht.  :P

 Jack meinte dazu am 13.11.25 um 08:37:
Nietzsche sage, es sei Zeitverschwendung, Sprachen zu lernen. Er hat recht, ich habe auch kein einziges Mal in einen Übersetzer „Frau-Deutsch“ oder „Griechisch-Deutsch“ reingeguckt.

 GastIltis (12.11.25, 19:24)
Der Grieche war auch bloß ein Dorer.
Zuerst oder gleich? Nein mehr vorher.
Von seiner Kultur,
da wissen wir nur,
am Anfang gewann, dann verlor er.

 AchterZwerg meinte dazu am 13.11.25 um 07:27:
Ein sehr schöner Lim, Gil!  <3


In memoriam II

Der Grieche aus Klein-Obertshausen
begab sich fortan in die Klausen
der Wehmut und schwieg.
Galt nicht als besiegt -
doch manchmal da tat's ihm noch grausen!

. :(

Antwort geändert am 13.11.2025 um 07:28 Uhr

 lugarex meinte dazu am 13.11.25 um 07:31:
Graeculus zahlt grossen Obulus
Da bleibt er immer im Schuss ;)

 Saira (13.11.25, 10:33)
Ein Grieche, so klug und bedacht,
wurd mies von der Meute verlacht.
Mit spitzer Manier
vertrieb man ihn hier –
ein „Mord“, der vielen Kummer macht.

 
Traurige Grüße an dich, liebe Heidrun,
Sigi

 AchterZwerg meinte dazu am 14.11.25 um 06:19:
Ja,
das ist wirklich traurig.
Seine Texte haben mich nicht immer(!) vom Hocker gerissen, doch konnte man in anderer Hinsicht viel von ihm lernen. Er hat uns die Antike mit ihrer zeitweise überschäumenden Lebensfreude, ihren Dramen und Liebesabenteuern lebendig dargebracht.

Liebe Grüße zurück
Heidrun

 EkkehartMittelberg (13.11.25, 16:32)
Liebe Piccola,
ich nehme an, dass einige die Geschichte von Aristides kennen, der beim Scherbengericht einem Bäuerchen die ihn selbst anklagende Scherbe ausfertigte, das gegen Aristides nur einzuwenden hatte, dass man ihn, also Aristides, den Gerechten nannte. Für mich ging Aristides mit seiner prinzipiellen Gerechtigkeitsliebe (sich selbst in die Verbannung zu schicken) zu weit.
Anders Graeculus: Er macht hoffentlich nur eine Zeitlang nicht mehr mit. Das bewirkt, dass man öfter über seine positive Rolle hier nachdenkt. Ich hoffe, dass er wieder kommt. Danke, dass du Graeculus wieder in Erinnerung gebracht hast, Piccola.
Liebe Grüße
Ekki

Kommentar geändert am 13.11.2025 um 16:35 Uhr

 AchterZwerg meinte dazu am 14.11.25 um 06:24:
Das hoffe ich auch, lieber Ekki.

Seine respektvolle und unter jedwedem Umstand höfliche Kommentarweise haben mir oft stille Bewunderung abgenötigt

Herzlichst
Piccola

 eiskimo (13.11.25, 16:45)
Eine sehr sublim gestaltete Schelte. Ob die Grobianischen sie verstehen?
Mir gefällt in der Anmerkung das (!) hinter fast....
LG
Eiskimo

 AchterZwerg meinte dazu am 14.11.25 um 06:32:
Danke schön.  ;) :P :D

 Jack meinte dazu am 14.11.25 um 06:40:
Als Buchautor kann er mir ja nicht weglaufen. Sein Buch über die Antike habe ich am Arbeitsplatz im Spind, seit 2-3 Wochen aber keine Zeit, weiter darin zu lesen. Kommt aber noch, manchmal sind die Nächte sehr ruhig.

Sein Buch über Leben und Sterben kann ich nur empfehlen; vor zwei Jahren gelesen, wirkt immer noch nach.
Antagonist (56)
(14.11.25, 18:21)
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 AchterZwerg meinte dazu am 14.11.25 um 18:35:
Hoffen wir es, Anta.

Er hat ja einen recht hohen Wiedererkennungswert.  :D

 lugarex meinte dazu am 15.11.25 um 07:53:
Anta sieht auf dem Bildli wie ein Franta! (Franz tschech.) ;)

 AchterZwerg meinte dazu am 15.11.25 um 12:50:
Stimmpt!  :D

 Moppel (22.11.25, 11:44)
jeder Jeck is anders, liebe 8 er und jeder reagiert ganz eigen. lG von M.

 AchterZwerg meinte dazu am 22.11.25 um 15:36:
Ja.
Ich mochte Graec gut leiden.
Erinnerte mich an einen bekannten Philosophen (Schopenhauer), der sich kaum vorstellen konnte, dass irgendjemand kein Alt-Griechisch beherrscht!
Für diese armen Menschen übersetzte er dann - wohl auch um seinen guten Willen zu zeigen -  griechische Original-Texte ins Lateinische. Nicht etwa ins Deutsche.  :D

 harzgebirgler (22.11.25, 12:20)
...setzt sich nicht manch mimose
auch gern durch flucht in pose? 

 AchterZwerg meinte dazu am 22.11.25 um 15:38:
Nö, so war der, glaube ich, nicht.
Konnte einiges an Unmut vertragen und blieb stets höflich.
Halt einer dieser fast ausgestorbenen Bürgersöhne; du weißt schon ...

Antwort geändert am 22.11.2025 um 15:40 Uhr

 harzgebirgler (17.01.26, 16:25)
"Panflöte und Panik" sind eng verbunden durch den griechischen Gott Pan: Die Panflöte (auch Syrinx genannt) ist nach ihm benannt, und das Wort
"Panik" leitet sich von ihm ab, weil der Gott Pan plötzlichen, unerklärlichen Schrecken bei Mensch und Tier auslösen konnte, oft vor einem Kriegsausbruch. Die Flötenklänge selbst werden aber heute oft für Entspannungsmusik genutzt, um das Gegenteil von Panik zu erzeugen.  ;)

 AchterZwerg meinte dazu am 17.01.26 um 17:16:
Bei den meisten wirkt sie schon so, lieber Harzgebirgler.

Aber nicht jeder Flötenklang wirkt auf uns Zwerge entspannend ... 8-)
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