Früher
hast du in alles
so viel Bedeutung gelegt,
dass es dich fast erschlagen hätte.
Jetzt sitzt du da
mit Augenringen
und halbwarmem Kaffee in der Hand
und merkst:
Die Welt dreht sich auch weiter,
wenn man mal nicht versucht,
sie festzuhalten.
Seltsamerweise
wird dadurch vieles
sogar schöner.
Ein Sommerabend unter Freunden bleibt auch dann als schöne Erinnerung, wenn man nicht versucht, ihn unendlich zu machen.
Menschen wirken echter,
wenn man sie nicht sofort
zu einem Zuhause erklärt.
Selbst die Traurigkeit
setzt sich manchmal still neben dich,
anstatt dir die Kehle zuzudrücken.
Vielleicht geht es darum, zu verstehen,
dass fast alles vergeht,
und es gerade deswegen
zu lieben.