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AbendgrauenErzählung von Judas.
Nebelverhangene Welten, Wälder weiden das Herz wie Vieh. Stumm ziehen die blinden, grauen Geister durch das saftige Tannengrün. Klagend schreit ein Kauz seinen Kummer in die trägtrübe Dunkelheit, welche die krummen Föhren Stück um Stück, Schritt um Schritt umhüllt, während die Zeitlosen um das schwarze Immergrün ziehen. Taub und grau und blind.
Stechender, feuchter Blutgeruch peinigt den weißen Atem, der sich stoßweise an die fliehende Unschuld der Abendluft klammert. Es ist nicht der erste Körper, der im regenperlen Gras liegt und nicht das erste Mal fallen Blick und Messer.
Doch die Starren schweigen, kein Wind wiegt die Zweige, keine Krähe kreischt dem Schuldigen die Tat in die Seele. Und nirgends ein Weg fort vom verhassten Herz.
Es sind die Schritte des Einen doch zwei Schläge in seiner Brust.
Nur die Zeitlosen weinen am Grab.
Taub und grau und blind.
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Kommentare und Diskussionen zu diesem Text
Kommentar von DerAutor (42) (19.11.2010)
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