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Borek.| Es sitzt im tiefsten Inneren, an einer bestimmten, nur von mir zugänglichen Stelle. Es wandert nicht durch den Körper wie die Seele, die meine äußeres und inneres Leben von allen Seiten betrachten kann. Nur ich allein, habe Zugang zu dem tiefsten verborgenen Geheimnis meines Ichs. Ich huldige diesen Ort, als wäre es der heilige Gral und er ist es auch, nur für mich. Es ist ein edeles Gefäß, indem ich alles an Erlebtem sammele. Den Schmerz, das Leid, den Verlust, die Traurigkeit, den Verrat , den Betrug, die Entäuschung und die wenigen goldenen Glücksstrahlen. Es ist ein großes Gefäß, des Nichtvergessens. Und so steige ich oft hinab und hole daraus den Haß,die Verachtung, die Wut, die Misbilligung hervor und setzte sie tröpfchenweise ein, um die große Füllung entäuschter Gefühle abzubauen, abzureagieren. Aber der Gral wird nie leer. Zuviel waren die Schmerzen und Entäuschungen, so werde ich mit ihm leben müssen, gleich einem Vulkan in meinem Inneren. Nun wirst du fragen, wo ist die Liebe ? die Freude? die Sehnsucht? das Hoffen? Exestieren nur noch deine Gefühle des verborgenen Schmerzes? Die Hoffnung noch die Welt mitzugestalten ist Utopie. Das Alter setzt die Grenzen deines Schaffens. Sie beschränkt sich nur noch auf kleine aber auch wichtige Aspekte, Gesundheit und Gutergehen. Die Wünsche sind bescheidener geworden. Es muß nicht unbedingt die große Weltreise sein und brauche ich unbedingt einen neuen Anzug? Die Freude? Sind es die Kinder, die Familie, die Freunde? Schaut man genauer hin, bleibt oft mehr Traurigkeit als Freude zurück. Nur die unstillbare Sehnsucht wächst, den Lebensgral auszuschütten und mit vermißter Liebe erneut zu füllen. Zeit zu haben die Welt weiter mitzugestalten. Fehler zu vermeiden, daß sich nie mehr Traurigkeit und Schmerz ansammeln können. Und noch einmal “ Jung “ zu sein, um nochmals mitgestalten und lieben zu können. |
www.keinVerlag.de/206782.text|
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