KLICKS UND CLIQUEN

Synthesen + Analysen in der Matrix


Eine Kolumne von  Bergmann

Freitag, 19. Oktober 2012, 15:56
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Ein Beispiel zur Kommentarkultur

323. Kolumne

Kommentar von M. (01.10.2012)
So eine Scheiße hab ich schon lange nicht mehr gelesen.
Wie kann man sich nur so stupide in, ich weiß nicht was das sein soll aber es funktioniert nicht, verrennen.

Was hier steht ist einfach nur Müll, das bekommen die Kids aus der Unterstufe hin, und selbst denen würde ich dafür kein Lob geben.

Oh welch große Weisheit und Lebenserfahrung steckt in diesem Text.
"Oha oha oha"

Vielen dank fürs Fremdschämen.

Dieser Mist ähnelt Scripted Reality Weisheiten aus den Mündern halbfertiger Wg-Prolls.

Schreib doch mal Texte über die Dämonisierung der Arbeiterklasse.

A. meinte dazu am 01.10.2012: So einen Scheißkommentar habe nun wiederum ich lange nicht mehr gelesen, an Gehässigkeit und Destruktivität nicht zu überbieten! Da hast Du Dich aber aber auf selten schlaue Weise versucht zu profilieren!

Ein: Oha! von der A.

L. antwortete darauf am 01.10.2012: In der Wortwahl vielleicht ein wenig drastisch, doch es gleicht immerhin die Langeweile wieder aus, die der kommentierte Text bei mir erzeugt hat.

M. schrieb daraufhin am 01.10.2012: Seit wann haben denn Kommentare die Aufgabe produktiv und nett zu sein?

Arrggg... warum will ich mich denn profilieren?

*lol* Übrigens, mit so einem Kommentar ist es unmöglich sich zu profilieren.

PS: Bitte mehr debile Meinungen zu diesem Kommentar.

Man möge mir wahlweise auch den Populismus vorwerfen.
Wie ein Schnitzel dem Hund.

Ich bin so nuttig heute.

"Huch"

A. äußerte darauf am 01.10.2012: Jedem Tierchen sein Plaisierchen, Leitmotivation! Will sagen: Jeder gleicht die Dinge im Leben auf seine ureigenste Weise aus, und wenn Du es hier mit M's Art hältst, so ist das völlig in Ordnung und sagt etwas aus.

Noch ein: Oha! von der A.

E. ergänzte dazu am 01.10.2012: @M. Hat ja gewirkt wie ein Abführmittel. Geht's wieder besser?

M. meinte dazu am 01.10.2012: Man möge nach dem Grund der diarrhoesen Ossikinder Suchen.
Ich behaupte, wir haben ihn gefunden!

A. meinte dazu am 01.10.2012: Das war dann wohl statt Popu- Popolismus, wegen des Abführmittels!
Und nun grient sich die A. hier 'raus, es ist alles gesagt. :))

G. meinte dazu am 01.10.2012: @ M.
Hmmm...ich bin ein wenig erstaunt, dass Du hier so deftig wirst und mit Lehm um Dich wirfst und den Eindruck erweckst, Du kennst und liebst Qualität, dabei war ich gerade auf deiner Profilseite und siehe da, einer Deiner Lieblingsautoren ist ein
Herr H. (den Nick darf ich nicht ausschreiben, sonst kommt gleich die KV-Leitung und kräht etwas von Verunglimpfung etc.)
aber ich meine den Herren, der diese wahnsinnig intellenten Aphorismen postet, über die bereits halb KV abgelacht hat.
M., wie soll ich Dir Dein Schreien in Richtung Qualität und Kenntnis derselbigen nur abnehmen?
Mit nachdenklichen Grüßen, G. )))))

M. meinte dazu am 01.10.2012: Ob man von den Lieblingsautoren auf den Geschmack schließen kann?

Da kommt alles rein was mein Interesse weckt.
Hitler weckt übrigens auch mein Interesse, doch gut finde ich den nicht.

Natürlich möchte ich HORST nicht mit ADOLF HITLER vergleichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dein Hobbyhitler.

G. meinte dazu am 01.10.2012:
Mit freundlichen Grüßen,

Dein Hobbyhitler. (01.10.2012)

....also meiner schonmal nicht! das steht fest -
zum Meinem müßte ich Dich erstmal erwählen, aber der
Begriff "Hobbyhitler" hat was, klingt wie ein Rehpinscher, der sich neben einen reißenden Wolf stellt und zu heulen versucht wie dieser.

[Bis auf die Namen ungekürzt zitiert bei www.keinVerlag.de/332795.text]

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Kommentare zu diesem Kolumnenbeitrag


 loslosch (19.10.12)
nach "unten zuß" (hessisch) wirds flach, weil man stetig beim lesen abstumpft.

 Dieter_Rotmund (19.10.12)
"Vielen dank fürs Fremdschämen."

Wenn auch orthografisch nicht ganz korrekt, so würde ich diesen Dank - sofern er am mich gerichtet ist - doch gerne öfter hören...

 loslosch (19.10.12)
wobei fremdschämen eine kluge neuschöpfung ist. im duden noch als ugs eingestuft, würde ichs langsam zur hochsprache adeln.

 loslosch (19.10.12)
mein vorschlag: der autor sollte in einer folgekolumne die kommentarkultur analysieren bzw. bewerten. insoweit: zustimmung.

 loslosch (19.10.12)
die einschränkende überschrift ist beachtlich.

 BLACKHEART (20.10.12)
Ein Kommentarverhalten, das sogar das "Unterstufen-Niveau", das M. im ersten Kommentar anspricht, noch deutlich unterbietet.
Manchmal stellt sich einem echt die Frage, ob man es hier mit (größtenteils) erwachsenen und (hoffentlich zum noch größeren Teil) vernunftbegabten Menschen zu tun hat, oder einer Bande von Affen, die sich gegenseitig mit ihrem eigenen Kot bewerfen.
Zumal der Text, unter dem sich diese Kommentare befinden, wirklich zu den Besseren auf dieser Seite gehört und der Autor ein allerseits hochgeschätzter Kollege ist (sofern ich das bislang mitbekommen habe).
Der Fairness halber sollte aber auch erwähnt werden, dass diese hier zitierten Kommentare nur einen Teil der gesamten Kommentare zu diesem Text ausmachen und der Rest dem Text durchaus wohlwollend gesonnen ist und dadurch auch die Intentionen des Autors klarer werden.

Diese Kolumne als solche verstehe ich als Weck- (und vielleicht Hilfe-?) ruf.
Mögen die richtigen Leute die richtigen Schlüsse daraus ziehen.
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