unglückliche heldin

Skizze zum Thema Ruhm

von  volpe

Da saß sie nun, die gefeierte Heldin, in Gedanken versunken, den Kopf auf ihr angezogenes Knie gelegt und irgendwie nicht so zufrieden, wie man es wohl erwartet hätte. Sie hatte zwar alle ihre Aufgaben erledigt, schön und gut, doch was hatte sie, sie selbst, davon? Sie wurde bewundert, na toll. Ganz super. Doch was brachte ihr das? Niemand sah sie mehr so, wie das einmal gewesen war. Niemand schätzte sie noch für ihren Charakter, für ihre Willensstärke. Nein, alle sahen sie nur als eines: die Heldin. Und das missfiel ihr gänzlich.
So kam es, dass sie ihre Sachen packte und das Dorf gen Norden verließ, auf der Suche nach sich selbst, nach einer eigenen Idendität. An ihrer Seite war Jona, ihr treuer Gefährte, jener Wolf, der mit ihr gemeinsam all diese Abenteuer durchgestanden und ihr so oft geholfen hatte.
Und so zeigt sich wieder einmal, dass Ruhm allein nicht glücklich macht.


Anmerkung von volpe:

dies soll vermutlich der schluss einer etwas längeren geschichte werden, mit der ich in den nächsten tagen beginne.
wieso ich erst den schluss schreibe? nunja, als ein freund mich fragte ob es denn ein happy end geben würde und ich so recht darüber nachdachte kam mir spontan diese idee (:

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Kommentare zu diesem Text


 Bohemien (27.07.09)
ja manch einer geht bei seinem ruhmeszug über leichen...das sie doch noch aufwacht und beginnt nachzudenken, wie in deiner geschichte...läßt hoffen..denn, wenn man erstmal nicht mehr "sich-selbst" ist, macht man nicht nur den anderen, sondern "sich-selbst" etwas vor..irgendwie paßt das gerade....;)lieben gruß in den morgen
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