Kollateralschaden

Alltagsgedicht zum Thema Aktuelles

von  Moppel

Wir haben diese Welt

nicht gemacht.

Oder doch?

Verselbstständigt sich,

drückt uns ihren Stempel auf.

Kollateralschaden unserer Toleranz.

 

Alles nahmen wir auf,

was armselig da lag.

Stellten uns unsere Güte

aufs Küchenregal.

Änderten die Namen unserer Feste.

 

Aus Dankbarkeit derer,

denen wir halfen,

ist bei vielen Forderung geworden.

Missachtung unserer Lebensweise,

Nicht-Anerkennen unserer Werte.

 

Kollateralschaden unserer Toleranz.

Eine Generation wächst heran,

die keine Heimat findet.

Keine Bodenhaftung,

keine Identität.

 

Wir sind der Restbestand,

der schweigt.

Sich neigt

und irrelevant wird

zwischen „Omas gegen rechts“

und „Der Islam gehört zu Deutschland“.

 

 

 

 

 

 



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Kommentare zu diesem Text


 LotharAtzert (29.10.26, 14:32)
Der weise Philosoph Wolfgang Döbereiner hat uns in seinen Seminaren drauf vorbereitet: Der Zusammenbruch ist unvermeidbar und danach sind wir, die Inoffiziellen, die Einzigen, an denen man sich noch orientieren wird können. Nicht die wissenschaftlichen Besserwisser, noch Alt- oder Jungnazis, - nur noch wir.

Nichts ist sinnloser, als gegen die Zustände zu klagen, Moppel. Es interessiert nur die, die es sowieso wissen. Man sinkt dadurch zu schnell auf das Niveau der Herrschenden. Aber Dharma praktizieren geht immer und überall - oder eben die Münchner Rhythmenlehre zu verstehen. Die Zeit ist zu knapp und zu kostbar, um sie mit weltlichen Klagen zu vertreiben. Also packen wir's an.
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