KLICKS UND CLIQUEN

Synthesen + Analysen in der Matrix


Eine Kolumne von  Bergmann

Mittwoch, 24. November 2021, 17:26
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Volt aire

801. Kolumne


Lieber Herr Jo, 
ich las „Candide“ in einer alten Übersetzung, die ich mit meinem Handy ergoogelte, als ich im Café Fürst bei meiner Alma Mater das croissant de lune verzehrt hatte. Es ging mir gut. Ich befand mich in der besten aller möglichen Welten. Dachte ich. Nach den ersten sieben Kapiteln kam ich ins Schwanken. Die Grausamkeit der Menschen und die Gewalt der Natur stimmten mich pessimistisch, zumal ich fand, dass die Welt von heute um keinen Deut besser war als die von gestern. Ich ‚klappte‘ das Buch zu, bezahlte, und ging zum Kaiserplatz hinüber, um dort in bessere Stimmung zu kommen. Unter seinem Balkon blieb ich stehen, weil ich spürte, dass sich Pirandello über das Geländer beugte, und schaute nach oben. „Il faut cultiver notre jardin“, rief er. Meinte er mich? Ich habe keinen Garten. Sprach er zu der ganzen Welt? Wollte er mir das Paradies zurückgeben? Ich entschied mich, in meine Welt zurückzukehren, in die beste aller möglichen Welten, und bestellte einen Capuccino.

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Kommentare zu diesem Kolumnenbeitrag


 Vaga (28.01.22, 18:42)
Deine Schrift wird immer kleiner. Oder aber meine Augen immer schlechter .

 Bergmann meinte dazu am 28.01.22 um 21:51:
Liebe Vaga,
ich hatte die Schriftgröße nicht beachtet - jetzt kann ich sie leider nicht mehr ändern.
Aber alle folgenden Texte sind wieder angenehm groß.   

 Vaga antwortete darauf am 29.01.22 um 20:22:
Lieber Uli, dann überleg' ich mir das mit dem Gang zum Optiker noch einmal.
Einen herzlichen Gruß in deine Himmelsrichtung!
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