KLICKS UND CLIQUEN

Synthesen + Analysen in der Matrix


Eine Kolumne von  Bergmann

Mittwoch, 14. Juni 2017, 20:28
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Tinnitus

569. Kolumne


Ähnlichkeiten mit Lebenden oder Toten oder lebenden Toten sind zufällig, rein zufällig, absichtlich zufällig, zufällig absichtlich, rein absichtlich und nichts als die reine Absicht.




Wie der Gesang der Sirenen klingt, sagt Arthur, wissen wir alle. Die Sirenen, einst am Ufer unbekannter Inseln, stehen heute auf den Dächern der Stadt. Aber schrecklich betörender Gesang tönt nicht von den Dächern und auch nicht aus schönen nackten Weibern zu uns herüber, das kann ich mir nicht vorstellen.
Was sonst?, sage ich.
Die Stimmen kommen nicht von außen, sagt Arthur, sondern sie klingen in uns selbst.
Das kann ich mir aber auch nicht vorstellen, sage ich.
Weil du nicht hinhörst, sagt Arthur, wie du dich selbst verführst!
Was soll ich denn hören?, sage ich.
Die Musik, die in dir tönt! Die Sirene bist du selber. Wenn du richtig zuhörst, hörst du, wie du dich warnst.
Aber hört nicht jeder etwas anderes, sage ich, und hört nicht jeder, was er will?
Das ist die größte Gefahr, sagt Arthur. Bei manchen Tönen musst du dich taub stellen oder die Sirenen übertönen, je nach dem.
Du meinst, sage ich, dass ich mich doppelt täuschen muss?
Ja, sagt Arthur. Ich gebe meiner lebenslangen Irrfahrt einen Sinn, wenn ich mich richtig verhöre.

Kommentare zu diesem Kolumnenbeitrag

Graeculus (69)
(14.07.17)
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 toltec-head (14.07.17)
Im Nada-Yoga geht’s nicht ums Verhören.
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