Film & Fußball

Eine cineastische Mannschafts-Kolumne


Die Kolumne des Teams " Film & Fußball"

Freitag, 10. September 2021, 08:25
(bisher 200x aufgerufen)

Das Wesen eines Filmfestivals

von  Dieter_Rotmund


Im Moment finden die Filmfestspiele Venedig statt und ich selbst freue mich, dass in meiner Umgebung gleich drei Filmfestivals stattfinden, auch wenn ich sie lieber zeitlich stärker entzerrt sehen würde. Doch was ist das eigentlich, ein Filmfestival?
Ein Filmfestival ist, kurz gesagt, die Zusammenkunft besonderer Filme mit einem begeisterten Publikum. Filmfestival zeigen Filme meist unter eine bestimmten Prämisse (neu, schwul-lesbisch, deutschsprachig, genretypisch, projektionstechnisch, stumm usw.). Ein Filmfestival ist nicht einfach nur Kino mit einem zusätzlichen Plakat. Filmfestival ist eigentlich immer etwas besonderes, Filmfestival ist nochmal mehr als Kino (dass das überhaupt geht, fantastisch!). Oft wird neben dem speziell zusammengestellten Programm zusätzlich einiges geboten: Q&A mit dem Regisseur, Produzent oder Schauspieler, Hintergrundinformationen, extra Kulinarisches und Livemusik sind nur die Sachen, die mir spontan einfallen. Oft gibt es auch einen roten Teppich. Kurz gesagt: Zu Filmfestivals geht, wer eine echter Filmfan ist. Im Deutschland gibt es etwa 300-350 Filmfestivals im Jahr, es ist also noch nicht zu spät, zum Filmfan zu werden!

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


 Graeculus (09.09.21)
Das Pendant zu den Dionysien in antiken Athen, die allerdings ein (mehrtägiges) Theaterfest inkl. Wettbewerb waren. Ohne roten Teppich, soweit man weiß, aber in Anwesenheit der Stars (der Dichter, die oft auch inszeniert haben).

Über Aischylos heißt es:
Manche behaupten, er habe bei der Aufführung der "Eumeniden" den Chor einzeln auftreten lassen und hierdurch das Volk so sehr erschreckt, daß kleine Kinder gestorben, noch Ungeborene zur Welt gekommen seien.
Die Eumeniden, das waren die Erinyen, "die Hunde der ermordeten Mutter", und sie müssen ein grauenvoller Anblick gewesen sein, ein Horrorfilm sozusagen.

Sind schon Todesfälle und Frühgeburten bei Filmfestivals vorgekommen?

 Graeculus meinte dazu am 09.09.21:
P.S.:
Das Wesen eines Filmfestivals

 Dieter_Rotmund antwortete darauf am 10.09.21:
Es kam schon zu vielen kleineren und größeren Skandalen, teils inszeniert, teils provoziert, aber von ungeborenen Kinder, die nicht zur Welt kamen (OMG!) habe ich noch nie gehört. Machen Skandale ein Filmfestival aus?

 Graeculus schrieb daraufhin am 11.09.21:
Die ungeborenen Kinder kamen zur Welt - als Frühgeburt bei einer Theateraufführung.
Machen solche "Skandale" ein Film- oder Theaterfestival aus? Nein, wohl nicht, aber in diesem Falle verdeutlichen sie die erschütternde Wirkung eines großen Theaterstücks, der "Orestie" des Aischylos.

Denke auch an die Wirkung, die der junge Orson Welles 1938 mit seinem Hörspiel "Krieg der Welten" ausgelöst hat. Die Idee: genial. Die Wirkung: phänomenal.

 Dieter_Rotmund äußerte darauf am 12.09.21:
Ja, mich erschüttern auch immer wieder Inhalte von Filmen, auch wenn sie fiktiv sind. Das geht aber nur im Kino, nicht vorm Computerbildschirm im heimischen Wohnzimmer. Von War of the worlds mag ich die eher unscheinbare Serie von 1988, der Blockbuster mit Tom Cruise von 2005 ist ein furchtbarer Mist.

 Palytarol (09.09.21)
Schon die Überschrift grammatikalisch verkackt ... das macht ja vielleicht Lust auf den Kinoherbst, Dieter.

 Dieter_Rotmund ergänzte dazu am 10.09.21:
Ach komm, du wirst Dir doch nicht wegen eines Grammatikfehlers in so einem unbedeutenden Text wie diesen von mir nicht die Kino-Lust vertreiben lassen, das glaube ich nicht!
Zur Zeit online:
keinVerlag.de auf Facebook keinVerlag.de auf Twitter keinVerlag.de auf Instagram