Film & Fußball

Eine cineastische Mannschafts-Kolumne


Die Kolumne des Teams " Film & Fußball"

Mittwoch, 08. Juni 2022, 11:15
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Aus dem Inneren der Manufakturen des Kino-Films

von  Dieter_Rotmund


Kürzlich war ich auf einem kleinen, aber feinen Dokumentarfilm-Festival. Dort wurden nicht nur einfach die allerneusten Filme gezeigt, es gab auch die Möglichkeit, an verschiedenen Stationen der Filmentstehung teilzunehmen. Damit meine ich nicht die Anwesenheit am Film-Set (die ich ebenfalls kenne und die oft durch lange Wartezeiten gekennzeichnet ist). Nein, z.B. gab es drei Recherche-Stipendien zu vergeben und die Stipendiaten stellten im Kino coram publicum ihre Projekte, die ja gemäß der Förderung ganz am Anfang stehen, kurz vor. An einem anderen Termin zeigten Dokumentarfilmer ihre Projekt in verschiedenen Fertigstellungsstufen, vom kurzen, vorab gemachten Trailer über schnell Zusammengestelltes bis ganz Fertiges (aber recht Spezielles). Daran schloss sich ein sehr interessanter Diskurs über das Handwerkliche an, auch von Zielgruppen war viel die Rede. Kurzum: Man erfuhr etwas aus erster Hand aus dem Entstehungsprozess eines Dokumentarfilms. Das ist allemal schöner, als im Multiplexkino untalentierten Schauspielern beim Düsenflugzeugfliegen zuzuschauen (alle halbwegs Kino-Informierten wissen, wovon ich rede).
Hier an dieser Stelle müsste ich das Thema eigentlich abbinden, wie es so schön heißt, aber mir fällt nichts Passendes ein. Nun, ja: ich freue mich auf alle weiteren Festivals und ein wenig Open Air-Kino, mögen andere immer noch schlecht gelaunt in ihren Kellern vor dem Computer hocken und Hasskommentare schreiben. Das Pfingstwochenende war schön, aber offenbar ist kein kVler mit dem 9 Euro-Ticket durch die Lande gefahren. Nun, ja.

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Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


 Willibald (09.06.22, 11:00)
Ödkopfprosa coram publico, nun ja.

 IsoldeEhrlich (09.06.22, 15:17)
"Aus dem Inneren der Manufakturen" hätte ich mir sehr viel ausführlichere, anschaulichere Dinge erwartet. Davon erfährt man genau - nichts.

 
mögen andere immer noch schlecht gelaunt in ihren Kellern vor dem Computer hocken und Hasskommentare schreiben. Das Pfingstwochenende war schön, aber offenbar ist kein kVler mit dem 9 Euro-Ticket durch die Lande gefahren. Nun, ja.
Man merkt, dir fiel nichts mehr ein, deshalb ein kleiner Schlenker zu den bösen kVlern. Woraus schließt du, dass niemand mit dem 9-Euro-Ticket durch die Lande gefahren ist?


btw:
recht spezielles -> recht Spezielles
nichts passendes -> nichts Passendes
Open Air-Kino -> Open-Air-Kino
9 Euro-Ticket –> 9-Euro-Ticket


Gerne kommentiert, Isolde

 Dieter_Rotmund meinte dazu am 10.06.22 um 09:42:
Liebe Isolde,
eine Kolumne ist so etwas wie eine kleine Plauderei, Ausführlichkeit darf man da nicht erwarten.

Der Bindestrich-Problematik bin ich mir bewusst, zu diesem Thema gab es vor ein paar Wochen in der FAZ sogar einen Artikel.

Vielen Dank für die übrigen Hinweise, ich leite sie an den Webmaster weiter.

 Dieter_Rotmund antwortete darauf am 13.06.22 um 10:14:
Woraus schließt du, dass niemand mit dem 9-Euro-Ticket durch die Lande gefahren ist?
Nun ja, weil hier grundsätzlich kaum einer mit persönlichen Bezug aus der alltäglichen Lebenswelt (draußen vor der Tür!) berichtet. Da drängt sich der Eindruck auf, dass viele nur verbiestert im Keller vorm Computer hocken. Theater, Biergarten, Fußgängerzone? Fehlanzeige.
 
Viele metaphorische  Gefühlsschilderungen hier, wenig Substanz.

 IsoldeEhrlich schrieb daraufhin am 13.06.22 um 12:45:
Nun, ich könnte mir vorstellen, dass Texte über die „alltägliche Lebenswelt“ mancher kVler nur in begrenztem Maße für dich interessant wären.
Möchtest du hören, wie man in ländlicher Umgebung in dieser Jahreszeit seinen Garten pflegt oder wie der Bauer draußen auf dem Feld mit Riesengerätschaften am Heumachen ist? Alles so gähnend langweilig, dass man kaum Leser dafür finden würde.
Als neulich jemand einen Beitrag über Vögel und Vogelhäuschen brachte, fandest du den sofort langweilig. Tiere interessieren dich also auch nicht.


Und vor allem: Was geht es dich an, ob jemand mit einem 9-Euro-Ticket gefahren ist oder nicht? Daraus zu schließen, dass man nicht vor die Tür ginge, ist schon … a little bit strange …

 Dieter_Rotmund äußerte darauf am 13.06.22 um 12:54:
Prinzipiell ist es möglich, jedes noch so banale Geschehen literarisch so umzusetzen, dass es spannend zu lesen ist.
Das setzt aber eine dem Leser zugewandte Denk- und Arbeitsweise voraus, und die ist hier bei vielen einfach nicht gegeben.
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