Gestriger Tag, war voller Eis, Schlittschuhfahren auf gefrorenem See. Kalt, ja kalt wie die Umarmung von tausend Eiswürfeln. Warum ausgerechnet zu dieser Zeit: Island? Frostiger Frust, eingemauert im Pelzmantel, unter der Kappe nur ein flüchtiger Blick in das isländische Weltall. Brrrr … das kalte Eis bringt mich um.
Ach, endlich, der Spielsalon! Lichterspiel zwischen Erschrecken und Fantasielosigkeit. 20 Tausend Kronen pro Spiel auf dem Pooltisch. Hupf di Hupf, die Kugeln verschwinden im Nu in den gierigen Mäulern der Ecktaschen. Mein Gegner gibt auf. Überall um mich herum blasse Gesichter, sehen aus wie Geister. Jetzt bin ich wieder allein, und spiel mit mir selbst – als einsamer König auf dem grünen Belag.
Hinter mir schreit einer – aha, am Roulettetisch! Ich greife nach meinem Elfenbeinwunderqueue, abgeluchst vom Vizeweltmeister, da war ich in Form, sonst keine Chance gegen diese Versenkmaschine.
Ach ... da steht sie ja wieder, vor mir meine Thusnelda – Göttin mit kurvenreicher Anmut und katzenhaften Lächeln aus der Dominikanischen Republik. Ob es dort eine Schönheitenfabrik gibt? Sie will wieder spielen; die Models sind heutzutage kostspielig - hätte längst schon einen Bugatti in der Garage, wenn sie mir nicht so teuer käme, das schöne Biest.
Jetzt aber – zum Tanzen!
Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.