Ich bin

Betrachtung

von  Anfank

Ich bin

wie ich mich selber sehe


Ich bin

wie mich die Menschen sehen


Ich bin

so wie ich wirklich bin


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Kommentare zu diesem Text


 J.B.W (22.08.25, 20:10)
Und wer sieht
wie du wirklich bist?
Wenn nicht du
und nicht die Menschen? 

LG
Janosch

 Anfank meinte dazu am 22.08.25 um 20:12:
Gott?
Polizei?
Finanzamt?
Google?

 J.B.W antwortete darauf am 22.08.25 um 20:20:
🤣 da setz ich am ehesten noch auf Google...
Man wir ja wohl noch fragen dürfen, hatte gedacht du hättest die Antwort gefunden und wärst eventuell bereit gewesen sie zu teilen... Das wäre mal ne Sensation gewesen!
Schade 😔

 Anfank schrieb daraufhin am 22.08.25 um 20:22:
Nun spann uns nicht auf die Folter ... Welche Antwort?

 J.B.W äußerte darauf am 22.08.25 um 20:55:
Welche Antwort? Meinte auf die Frage wer einen sieht wie man wirklich ist bzw. wer es einem sagen kann, wobei die Frage eher ironisch gemeint war.

Da meine Art Humor aber oft nicht als solcher aufgefasst wird - was ich gewohnt bin und was ich niemandem vorwerfen - und die kurze Betrachtung auch eine ernsthafte Betrachtung verdient hat:

Vor dem Hintergrund der wenigen Informationen, die ich über dich als Autor und als Teilnehmer dieser Plattform habe, sowie den bisherigen Eindrücken deiner Arbeit, würde ich den Text, in seiner dreigeteilten Struktur aus Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung und der wahren Identität, als Ausdruck eines persönlichen Entwicklungsprozesse sehen.

Dabei ist der erste, subjektive Teil von der Möglichkeit einer alten "Schuld", Selbstkritik und einem Wunsch nach Veränderung oder Verbesserung geprägt - der Anfang der Reise. Der zweite, objektive Teil deutet auf Erfahrungen hin, dass man, teilweise von anderen immernoch als "der Alte" gesehen wird - ohne Wertung. Der dritte Teil symbolisiert nach meinem Empfinden einen Anspruch, sich nicht durch Selbstzweifel oder fremde Urteile festlegen zu lassen, sondern eine tiefere, authentische Identität zu finden, die sich von der alten unterscheidet, aber noch ungewiss ist. 
"so wie ich wirklich bin" die letzte Zeile ist sehr vage gehalten, das unterstreicht das ganze noch - den Prozesscharakter der Persönlichkeits- oder Charakterentwicklung bzw. Neufindung. 

Da wären wir dann auch bei meinem ernsthaften Versuch, müsste ich die anfängliche Frage beantworten:

Ich glaube niemand kann wissen bzw. vollumfänglich erfassen, wie man wirklich ist, weil man nie irgendwie ist, da man sich eben immer in einem unendlich andauernden Entwicklungs- und Veränderungsprozess befindet. Der Gedanke widerstrebt zwar meinem persönlichen Streben nach Stabilität und Ruhe, zumindest auf gewisser Ebene, aber eine bessere Antwort außer effektiv: Es gibt keine, tadaaaa... Hab ich auch nicht 😅

Deshalb ja die halb ironisch, halb humorig gemeinte Nachfrage 😌

LG
Janosch

 Anfank ergänzte dazu am 22.08.25 um 21:02:
Lieber Janosch,

Respekt vor Deiner Antwort.

Ohne Ironie und ohne Scheiss:

Weißt Du, wer Du bist?

 J.B.W meinte dazu am 22.08.25 um 21:08:
Danke. Nein, wie ich schon sagte, nicht ganz. 
Ich denke das muss auch nicht sein. 
Mein Problem momentan ist weniger, dass ich mich nicht gut genug kennen würde oder nicht gut genug wüsste wer ich bin. Mein Problem ist auch nicht, dass ich die Welt nicht gut genug verstehen würde oder theoretisch wüsste, wie man sich darin zurecht findet. Mein Problem besteht darin mich und die Welt zusammenzubringen in der praktischen Umsetzung - möglichst zufriedenstellend für mich und die Umwelt 😅

 Anfank meinte dazu am 22.08.25 um 21:13:
Das ist Narzissmus, lieber Freund.

Du bist zu bequem, Mutters Höhle zu verlassen.

Kein Vorwurf.

 J.B.W meinte dazu am 22.08.25 um 21:20:
Wenn es nur Bequemlichkeit wäre... 

Am verlassen der Höhle hindern mich zwar psychiatrische und neurologische Gründe, Persönlichkeitsstörungen sind auch dabei, allerdings keine narzisstischer Ausprägung 😅

Und meine Mutter iss schon vor einem Jahrzehnt an Lungenkrebs verreckt, nachdem ich sie ein paar Monate gepflegt habe, was mit ein Grund ist weswegen ich zwar viel studiert, aber leider keinen Studienabschluss habe 😌

Es ist kompliziert und ich muss sagen, dass ich, rückblickend betrachtet, mit meiner aktuellen Situation sehr zufrieden bin. 

Und ich habe das nicht als Vorwurf gesehen 😉✌🏻

LG
Janosch

 Regina (22.08.25, 20:25)
"Du bist, was du isst", sagte die Katze zum Kater, als er die Maus fraß.

 Anfank meinte dazu am 22.08.25 um 20:28:
Schatz, warte mal, bin echt gespannt auf Js answer ...

 Tula (22.08.25, 21:31)
Lieber Anfank
Ich seh hier den, den jeder sieht ...

Ist aber auch besser so, also ohne die Larven am Hals :D

Aber ganz ehrlich, wie allgemein bekannt ist, gibt es jeden von uns mindestens viermal:
- der, der man wirklich ist
- der, der man glaubt zu sein
- der, den man vorgibt zu sein
- der, den die anderen zu sehen glauben (selten eins von den drei ersten Erscheinungen).

Es soll auch eine Variante mit 'sechs' Identitäten geben. 
Ist natürlich nicht von mir. Ich bin viel zu doof für solch tiefgründige Überlegungen.

LG Tula

Kommentar geändert am 22.08.2025 um 21:33 Uhr

 Anfank meinte dazu am 22.08.25 um 21:37:
Lieber Tula,

Du bist wie Jan und Wolfgang und Du der ewige Moderator,  Euch Dreien gebührt das Bundesverdienstkreuz.

Dein Aron

 Teo meinte dazu am 22.08.25 um 21:41:
Aron,
Du schmeißt heute mit Verdienstkreuzen rum....meine Güte! Ja gut...wer es verdient hat....

 Anfank meinte dazu am 22.08.25 um 21:42:
Du natürlich auch, mein kleiner Fuchs.

 Teo meinte dazu am 22.08.25 um 21:43:
Fuchs...Kompliment?

 Anfank meinte dazu am 22.08.25 um 21:46:
Alter, Du weißt genau, dass ich Dich liebhabe.

 Teo meinte dazu am 22.08.25 um 21:49:
Trotzdem musste ich die Honeymoonsuite im Mühlenhotel wieder absagen....

 Tula meinte dazu am 22.08.25 um 21:51:
Lieber Aron
Wir wollen aber keine Verdienstkreuze, schon gar nicht vom Bund, sondern bedeutende Literaturpreise. Also einen wo die Preisverleihung nicht auf irgendeiner Hintertreppe des Pfarramts stattfindet.

Seufz ... Tula

 Anfank meinte dazu am 22.08.25 um 21:54:
Ich möchte das Bundesverdienstkreuz als Dichter, lieber Dirk.

 Teo meinte dazu am 22.08.25 um 21:54:
Also Tula....das gerade du nun seufzt,  irritiert mich.
Meine Therapie dauerte Monate....

 Anfank meinte dazu am 22.08.25 um 21:56:
Die nächste Rate wird ausgesetzt ...

 AchterZwerg (23.08.25, 06:53)
Genau. Du bist die Welt,

in der der Weise diese Unterschiede (?) zwar wahrnimmt, aber nicht wertet.

Also: Zurück auf Anfank.  :D

 Hannes (26.08.25, 20:57)
Ihr klingt alle ziemlich sicher und bestimmt.
Aber schon im abendländischen Mittelalter  haben sich Menschen Gedanken über sich und ihre Umgebung gemacht - egal ob Angelus Silesius oder Martinus von Biberach.
                       “Ich bin, ich weiß nicht wer.
Ich komme, ich weiß nicht woher.
Ich gehe, ich weiß nicht wohin.
Mich wundert, daß ich so fröhlich bin.”
Auch alle Völker in allen Erdteilen und zu allen Zeiten haben sich Gedanken gemacht und sind zu keinem Ergebnis gekommen.
Also scheißt drauf und seid vergnüglich !
Der 
Hannes
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