Lauter laute, es-wissen-wollende W-Fragen zur Schreiberei. Selbstgestellt. Selbstbeantwortet. Sich selbst überlassen.

Reportage zum Thema Schreiben

von  S4SCH4

Mit tränenden Augen schaut alles nicht besonders aus, aber besonders mies blickt sich‘s damit auf einen hellen Computermonitor. Am besten noch auf ein weißes Blatt, das man so schnell wie möglich mit dunklen Buchstaben füllen möchte, nicht nur um den Gefühlen Vorzug gegeben zu haben sich auszulassen, sondern auch, um in diesen dunklen Flecken ein Versteck zu finden, eine Zuflucht und etwas schonendes.

Deswegen ist weniger wichtig was man schreibt, nur dass man schreibt, denn ohnehin wird darüber gestritten wie man schreibt, dies im Zuge von vorwärts und rückwärts durch Korrekturen und zusätzliche Einfälle.

Warum man schreibt haben wir im ersten Absatz geklärt, was man schreibt ebengerade auch, dass wie wurde gleichsam behandelt, bleibt also nur das Wo, das Wann und das Wer.

Wer schreibt ist nicht immer ganz klar, es mag dieser sein, es mag jener sein, es mag mal keiner sein und erst recht nicht ich. Denn ich bin viel zu beschäftigt damit mich zur Verfügung zu stellen, daran zu denken, ob ich einen Kaffee trinke und wann, ob ich nicht wieder das Rauchen anfangen sollte und wann, ob es heute wirklich Currywurst zum Mittag geben soll und ob jemand schonmal so eine Wurst auf einmal, ganz und gar in den Mund gesteckt hätte. Derartige Fragen beschäftigen mich also während ich schreiben lasse und mir sage: Laissez-faire.

Wo zu schreiben sei, ist einfach erklärt: überall dort, wo man noch nicht Hausverbot hat, überall dort, wo es einfach noch läuft und überall da, wo man noch niemals war.

Die beste Zeit zu schreiben ist fraglos die Unzeit, denn zur Unzeit kommen die meisten Gäste, die besten Ideen und die allerbesten Antworten auf die Fragen unserer Zeit.



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