KLICKS UND CLIQUEN

Synthesen + Analysen in der Matrix


Eine Kolumne von  Bergmann

Mittwoch, 14. Juni 2017, 20:30
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Auf der Lebenspyramide

570. Kolumne


Ähnlichkeiten mit Lebenden oder Toten oder lebenden Toten sind zufällig, rein zufällig, absichtlich zufällig, zufällig absichtlich, rein absichtlich und nichts als die reine Absicht.



Ich träume, sagt Arthur, ich baue einen Turm, und kaum bin ich oben, will ich mich sichern und werfe ein langes Ankerseil in den Himmel. Da stürzt der Turm ein! Ich halte mich am Seil fest und hänge im Keller des Himmels. Der Himmel ist mein Henker, ich kann mich nicht lange halten, denke ich, meine Kraft geht bald zuende, und ich werde ganz allein fallen - ! Hättest du eine Strickleiter, sage ich mir, dann könntest du ins himmlische Wolkenheim steigen.
Ich wache auf und frage mich: Was ist schlimmer, der Verlust meiner Geschichte unter den Trümmern meines Turms oder lebendig im Himmel begraben sein?
Ich weiß nicht, was mir lieber wäre, sage ich. Absurde Frage!
Das Ganze war ja nur so eine Idee, sagt Arthur, meine irdischen Luftschlösser baue ich mir in anderen Träumen immer wieder auf.

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Kommentare zu diesem Kolumnenbeitrag

Graeculus (69)
(21.07.17)
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 Bergmann (21.07.17)
Ja, du siehst: Arthuts philosophisches Fundament ist stabil. Es ist nicht durch Patent geschützt.

 Vaga (21.07.17)
Wie schön, in der Lage zu sein, Ideen zu haben, auch, wenn ihre Umsetzung manchmal Angst macht. Die "anderen Träume" haben genügend Potenzial, Angst gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Schlangegrüße .

 Bergmann (21.07.17)
Liebe Vaga, die Angst (vor dem Ende) zu besiegen, das ist wohl offenbar die größte Lebenskunst. Ob ich das dereinst schaffe, weiß ich noch nicht. Zur Zeit sind meine Ängste derart alltäglich und klein, dass mir existentialistisch gar nicht blümerant zumute ist.
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