Film & Fußball

Eine cineastische Mannschafts-Kolumne


Die Kolumne des Teams " Film & Fußball"

Mittwoch, 09. März 2022, 14:54
(bisher 61x aufgerufen)

Blut!

von  Dieter_Rotmund


Vor hundert Jahren kam Friedrichs Wilhelms Murnaus Nosferatu in die Kinos, eine Adaption des Dracula-Stoffes. Aus aktuellem Anlass ist Thema und Titel dieser Kolumne: "Blut!". Dracula gilt als meistverfilmtes Topos der Filmgeschichte. Der rote Lebenssaft fasziniert uns immer wieder und dessen Eigenschaften bestimmen unsere Leben. Man braucht ein pixelige Schwarzweiss-Zeichnung, um allerorts zu beweisen, dass mit dem eigenen Blut alles in Ordnung ist. Die, die sich diesem Solidaritätsgebot verbohrt verweigern, sympathisieren mit dem Antreiber des derzeit blutigsten Krieges. Nun ist der Bogen geschlagen. Keinen wundert's. 
Ich möchte übrigens hiermit und in alle Zukunft Impfverweigeren/Putinverstehern das Kommentieren in dieser Kolumne versagen und fordere dazu auf, die Impfverweigerer/Putinsympathisanten zu boykottieren. Das ist das Mindeste, was ich hier gegen den Krieg in der Ukraine machen kann. Meinungsfreiheit schön und gut, aber die Impfverweigerer und  Putinsympathisanten sind üble Demokratieverächter. Mal abgesehen davon, dass Impfverweigerer/Putinsympathisanten weder ins Kino gehen noch zum Fußballspielen. Und das ist auch gut so, keiner will sie dort haben.
Zurück zum großen Lichtspieltheater: Leider zeigt in meiner Region keiner den Dracula-Klassiker Nosferatu, aber arte am Abend des 9. März. Nun ja, immerhin.
Nach Max Schreck ("Graf Orlok" in Nosferatu) gab es einige geradezu ikonische Dracula-Darsteller: Bela Lugosi, Christopher Lee und Klaus Kinski (Nosferatu - Phantom der Nacht, 1979), um nur einige zu nennen. Sehr lustig und empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang Shadow of the Vampire aus dem Jahre 2000 mit John Malkovic als Friedrich Wilhelm Murnau und William Dafoe als Max Schreck.

Blutig obsessiv derzeit im Kino ist: Trouble every day (F/D/J/LUX 2001). Den Film muss man sicher in eine Reihe mit Raw (2016 ) und Titane (2021) stellen, die noch blutiger sind. Trouble every day, der älteste in dieser Reihe, lässt sich noch Zeit mit seiner Entwicklung der Figuren und des Plots, auch die beiden Handlungsstränge werden erst spät zusammengeführt. Es geht nicht sofort zur Sache, könnte man es etwas burschikos ausdrücken. Trouble every day ist sehr melancholisch, die Figuren hadern einsam und schweigsam mit ihren Schicksalen. Aber irgendwann knallt's. Ein toller Film, klasse, dass er gerade in vielen Kinos wiederaufgeführt wird!

Außerdem im Kino gesehen, unblutig: Saf (Türkei/Deutschland/Rumänien 2018). Sehr trauriger Film, nichts für Weicheier. Man frug mich, um es da um Gentrifizierung ginge. Da musste ich lachen und antworten: "Ja, um türkische Gentrifizierung!"

Weitere Highlights folgen.

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Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


 Willibald (10.03.22, 14:48)
Wow, nur ein/1 heftiger Sprachklopper! 

Lässliche Sünden: 
Genusfehler bei Topos (masc. nicht neutr.)
Fehlendes r in Impfverweigeren
Besser Konjunktiv I in "Gentrifizierung ginge".

Nach dem ironisch-antiquarischen frug, steht (aus dem letzten Satz nach oben gewandert) oder dem unmittelbaren Nahbereich  das um und nicht das korrekte ob.


Man frug mich, um es da um Gentrifizierung ginge. 
Da musste ich lachen und antworten: 
"Ja, um türkische Gentrifizierung!"

Hat die Lieblingslektorin am Schluss nicht mehr mit voller Schärfe  hingeschaut.









Kommentar geändert am 10.03.2022 um 15:03 Uhr

 IsoldeEhrlich (10.03.22, 15:15)
Ich frug mich gerade, welches Recht ein Herr Dieter_Rotmund bei kv hat, anderen Usern das Kommentieren zu untersagen.

Weiterhin frug ich mich, wie ein Herr Dieter_Rotmund verifizieren möchte, ob ein Kommentator doppelt oder dreifach geimpft oder einfach nur kerngesund ist. Oder müsste man als verifizierter User schon bei der Anmeldung seinen Impfstatus mit angeben?

Am lautesten aber frug ich mich, ob es bis heute nicht zu Herrn Dieter_Rotmund durchgedrungen ist, dass die sogenannte Impfung überhaupt nichts nützt und z. B. in der Zeit vom 31.01. bis 27.02.2022  schon etwa 31 % Geboosterte auf Intensivstationen lagen (von Dunkelziffern immer mal abgesehen). In Großbritannien, wo die Zahlen etwas sorgfältiger verwaltet werden, spricht man wegen der in die Höhe schnellenden schwerwiegenden Nebenwirkungen der „Impfung“ schon von einer "Pandemie der Herzinfarkte".

All dies möge der Herr Dieter_Rotmund zur Kenntnis nehmen. Er kann aber auch, was wahrscheinlicher ist, diesen Beitrag löschen oder verschieben lassen. Er sollte allerdings nicht versuchen, anderen Usern den Mund zu verbieten.

Kommentar geändert am 10.03.2022 um 17:54 Uhr

 Dieter_Rotmund meinte dazu am 11.03.22 um 08:39:
Unter Impfgegner kursiert ja die Auffassung, alle Geimpften würden bald zu Zombies. Das ist zwar völlig bescheuert, aber für einen Spielfilm ist diese Idee vielleicht gar nicht so schlecht, evtl. irgendwie in der Machart von Iron Sky.

 Graeculus antwortete darauf am 11.03.22 um 16:00:
schon etwa 31 % Geboosterte auf Intensivstationen lagen
Lagen 31 % der Geboosterten auf der Intensivstation, oder waren 31 % der Intensivpatienten Geboosterte? Und gilt Letzteres für alle Intensivpatienten oder nur für solche mit Corona-Infektion?


Unabhängig davon, ob diese Zahlenangabe stimmt, sollte man doch deutlich machen, was damit gemeint ist.
Auch eine Quellenangabe wäre hilfreich.

Die Zahl der falschen Deutungen statistischer Angaben ist Legion.

 Dieter_Rotmund schrieb daraufhin am 11.03.22 um 16:46:
Legionäre kommen auch in zahlreichen Filmen vor, im Profi-Fußball werden die fußballernden Angestellten ebenfalls gerne so genannt.
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