Film & Fußball

Eine cineastische Mannschafts-Kolumne


Die Kolumne des Teams " Film & Fußball"

Mittwoch, 19. Juli 2023, 15:39
(bisher 64x aufgerufen)

In der cinematographischen Diaspoora

von  Dieter_Rotmund


Während unseres gemeinsamen Urlaubs befanden sich meine Begleiterin und ich in einer cinematographischen Diaspora. In der näheren Umgebung gab es an unseren Urlaubsort überhaupt kein Kino, etwas weiter weg zeigten Multiplex-Lichtspielhäuser nur deutsche Synchronfassungen seelenloser-dumpfer Großproduktionen, und wieso sollten wir uns einen Film ansehen, deren Schauspieler quasi über den Mund gesprochen wurde? 
In der Gegend gibt es zwar im Sommer hin und wieder interessante Open-Air-Kinoevents, aber nicht zu der Zeit, in der wir dort weilten.
Besonders empörend war, was sich die ARD-Tagesthemen während dieser Zeit in einem Beitrag ihrer Sendung machten. Sie eröffneten mit Eddi Constantin. Das ist keine Lichtgestalt des Kinos, aber eine ehrliche Mime, dessen Filme durchaus einen gewissen Charme haben. Doch sie, die Tagesthemen-Macher, mißbrauchen ihn bloß als Überleitung zu dem derzeit dämlichsten Blpckbuster in unseren Kinos mit diesem grauseligen  Scientology-Schauspieler, den wir aus Abneigung gegenüber seiner  erbärmlich vorgetragenen Handwerkskunst der Schauspielerei nur noch "Hackfesse" nennen. Kenner wissen, von was ich rede.
Soweit, so schlecht, in der cinematographischen Diaspora, es war ja auch nur eine Woche. Ich las Truman Coptes In Cold Blood, kann mich an die Verfilmung mit Seymour Hoffmann von (?, 2005?) aber kaum noch erinnern. Nun, ja.
Am Himmel über unserem Balkon us-amerikanischen Militärflugzeuge. Ob Hackfresse in einen von diesen saß? Oder prügelte? Oder sich von außen mit einer Hand festhielt? Das war uns dann aber egal.

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


 Graeculus (20.07.23, 23:39)
Hier warst Du aber von Diaspoora bis Blpckbuster komplett in Urlaubsstimmung!

"Cold Blood" ist offenbar zweimal verfilmt worden; ich kenne lediglich die Version aus dem Jahre 1967.

Und Tom Cruise ist unsäglich. Was mich aber wundert, ist der Umstand, daß Stanley Kubrick (!) ihn zusammen mit Nicole Kidman für seinen letzten Film, "Eyes Wide Shut", engagiert hat. Eine Rolle, die in Cruises Lebenswerk aus dem Rahmen fällt und ihm, wie man hört, die Ehe mit Nicole Kidman ruiniert hat.

 Dieter_Rotmund meinte dazu am 21.07.23 um 12:09:
Ich beneide dich sehr darum, dass du diesen Film von '67 sehen konntest!
Ich habe eigentlich gar keine Verfilmung gesehen, in Capote von 2005 geht es zwar um das Buch, aber es ist keine Verfilmung. Die Mini-Serie von 1996 ist mir ebenfalls unbekannt...
Zur Zeit online:
keinVerlag.de auf Facebook keinVerlag.de auf Twitter keinVerlag.de auf Instagram