Im Würgegriff der Stille

Gedichtgedicht zum Thema Erwachen

von  AndereDimension

Im Würgegriff der Stille


Kalt bläst der Wind, die kargen Äste splittern,
Die Sonne tüncht den Morgenhimmel rot,
Ein Tag - um tief in Wehmut zu verbittern,
Ich suche einen Weg aus meiner Not.

Im Schatten einer Linde schaukeln Kinder
Kopfüber, durch das Nadelöhr der Zeit,
Ein ferner Berg trägt einen Schneezylinder,
Dazu das graue Hemd der Ewigkeit.

Der Tag erstickt im Würgegriff der Stille
Und wieder bringt die Nacht mich in Gefahr,
Was immer sie mir nimmt, es bleibt der Wille
Mich liebend zu erhalten - nackt und wahr.

Hoch steht das Gras, die Wolken lassen Federn,
Die Bäche schlängeln sich hinab ins Tal,
Es lockt der Duft der immergrünen Zedern,
In deinen frühlingsbunt gefliesten Saal.

Der Tag erstickt im Würgegriff der Stille,
Nie wieder bringt die Nacht mich in Gefahr,
Was immer sie mir nahm, mich nährt der Wille
Uns liebend zu erhalten - nackt und wahr.



©anderedimension

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Kommentare zu diesem Text

Sätzer (77)
(03.01.16)
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 HarryStraight (03.01.16)
Könnte ein Songtext sein.
Lewin (75)
(03.01.16)
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