Vor- Verurteilung

Gedicht zum Thema Betrachtung

von  Fritz63

Es ist sehr, sehr schnell ein Urteil gefällt,

nicht nur bei Gerichten hier auf dieser Welt.

Vorverurteilung ist das was heute nur noch zählt.

Besonders dann wenn man Fehler macht,

wird leider niemals darüber nachgedacht,

dass es auch dafür viele Gründe gibt.


Überall ist ein Fehlurteil ja eigentlich unbeliebt.

Besonders dann, wenn es angeblich um „Freundschaften“ geht,

ist sie zu zerstören ganz einfach und für alles entschuldbare zu spät.

Man sollte sich nicht nur als Richter – Ankläger gut überlegen,

bevor ein heißer Wind einem und die Ohren fliegt deswegen.

Darum sollte man nicht nur verlangen zu seinen Fehlern steh'n,

denn verunglimpfen ist einfach widerlich – nicht wunderschön.


Oder auch die anderen Mitwisser nicht nur zappeln lassen,

Damit die Chancen damit steigen nur sich noch mehr zu hassen.

Vor allen Dingen sich nicht nur heimlich einen Fehler eingestehen,

es so wie alles andere auch einfach öffentlich zu machen,

Ist es ist nicht zu viel verlangt, damit es auch ein Fremder -

also auch ein Unbeteiligter kann gut versteh'n.


Denn der Krug der das Vertrauen in sich trägt,

wird weiter kaputt geschlagen – unentwegt.

So wird es von vielen wohl absichtlich nur falsch verstanden,

die sich zuvor geholfen, somit sehr gut, offen zueinander standen.

Darum hat wohl auch eine Entschuldigung keinen Erfolg,

ein bitterer Beigeschmack ist für später immer hold.

Es mag nun jeder für sich alleine wohl entscheiden,

was Neutralität bedeutet wenn zwei einmal streiten.


Geduld, Verständnis, ist ja heute keine Tugend mehr,

dafür das „HAU DRAUF“ um so mehr – im Umgangsverkehr.

Toleranz hat hier und heute ja keinerlei Platz,

und auch für den gegenseitigen Respekt gibt es keinen Ersatz.

Es wird alles unnötig aufgeblasen, der etwas läuten hört,

systematisch und mit Bedacht und voller Macht zerstört.


Alles wird an Zorn und Hass geschürt, anstatt zu klären:

Warum oder was hat denn dazu überhaupt wohl geführt,

wird prinzipielle jeder Ruf des Angeklagten negativ manipuliert.

Das war es dann wohl ihre lieben Leute,

alles klärt sich auf – doch leider zu spät, was ja nicht alle freute.

Denn an der Wahrheit klebt ja nur noch die Lüge,

Man wird genussvoll zerquetscht wie eine Fliege.


Keiner fragt heute überhaupt noch nach Ehrlichkeit,

so ist sie halt – die Macht des Internet in dieser Zeit.

Bevor die Suche beginnt nach einem Plagiat,

dieses Gedicht stammt leider von mir – in der Tat.

© F. May - Buch 008
veröffentlicht am 07.03.2018 bei KV


Anmerkung von Fritz63:

Eine Vorverurteilung hat viele Gründe und ist schnell getroffen - auch das Ende ist und bleibt immer offen. Die Gedanken sind immer frei - manchmal hat man sogar Glück dabei. Wenn man es richtig verstehen kann, inspiriert es jeden so dann und wann.

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Kommentare zu diesem Text


 TrekanBelluvitsh (07.03.18)
Nur soviel: Ich halte Vorverurteilung für kein neues Phänomen. Durch das Netz wird uns nur bewusst, wie verbreitet es ist.

 Fritz63 meinte dazu am 07.03.18:
Da hast du sehr recht lieber TrekanBelluvitsh, das ist nichts neues worum es mir geht - aber es nimmt immer mehr zu. Egal ob im Internet oder auch sonst wo und die Problematik wird immer größer, denn wer eine Vorurteil gefällt hat sieht sich kaum in der Lage dies Haltung zu überdenken oder gar zu revidieren.
Es ist und bleibt immer eine Frage von Neutralität, und vor allem des Blickwinkels in jedem Einzelfall und auch jedem selbst überlassen war er so etwas macht, wohl sehr vielen Umständen geschuldet, die natürlich immer eine große Rolle spielen, denn niemand ist perfekt, ich nehme mich da auch nicht aus davon.

 TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 07.03.18:
Es gibt halt kein grundsätzliches Mittel dagegen. Man (selbst) muss jedes Mal neu dagegen angehend. Anstrengend, aber ab und zu lohnt es sich.

 Coschi (07.03.18)
Ich bin nicht Keiner.
Danke für diese Zeilen.

 Fritz63 schrieb daraufhin am 07.03.18:
Gern geschehen - lieber Coschi - aber auch ein Keiner ist schon immer einer.
Denn es handelt sich doch erkenntlich nicht nur um eine Person sondern allgemein um Vorurteile, bzw. Vorverurteilungen, Degen die man sich nicht wehren kann und jedes selbst so etwas entscheidet und danach entsprechend wohl fast immer auch handelt.
Vielen Dank für deinen Lesezeit und Kommentar - LG von Fritz
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