Airavata

Gedicht zum Thema Stadt

von  Papalagi

Ein Elefant fliegt über eine Stadt

Die zuckt zusammen, flackert von Licht besessen 

Das Leben tritt die Langeweile platt

Und eskaliert mit hundert Megawatt 

Dem Rüsseltier ist sie zu laut und vermessen 


Sie funkelt schrill und grell mit Hoffnungen und Träumen

Mit ihren Straßenzügen und Gemeinschaftsräumen


Der Elefant schwebt schlicht im stillen Schwarz

Gestirne über ihm gekritzelt, eingefroren 

Im fahlen Äther, wie im alten Harz

Er gleitet majestätisch flatternd mit den Ohren


So langsam, bar jeder Anstrengung, ohne Mühe

Den Milky Way, die ganze Milchstraße anrührend

Mit Hörnern Hufbeschlag beinahe schon berührend

Segeln an ihm vorbei zwei fulminante Kühe


Die Stadtbewohner blicken nie nach oben

Sie merken nichts die Optik ist verschoben

Die Groschenzähler schöpfen aus dem vollen

Das bringt sie regelmäßig ja zum weinen

Sie tun genau das was sie nicht mehr wollen 

Erzählen das was sie nicht wirklich meinen 


Wäre ihr Sinn nur wenig feiner 

Doch so bemerkt dann wirklich keiner 

Von diesen irrenden Passanten

Im gelben Dunst, dem Wolkenschaum

Auf seinem Weg durch Zeit und Raum

Den stillen Riesen-Elefanten 


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