Ein Elefant fliegt über eine Stadt
Die zuckt zusammen, flackert von Licht besessen
Das Leben tritt die Langeweile platt
Und eskaliert mit hundert Megawatt
Dem Rüsseltier ist sie zu laut und vermessen
Sie funkelt schrill und grell mit Hoffnungen und Träumen
Mit ihren Straßenzügen und Gemeinschaftsräumen
Der Elefant schwebt schlicht im stillen Schwarz
Gestirne über ihm gekritzelt, eingefroren
Im fahlen Äther, wie im alten Harz
Er gleitet majestätisch flatternd mit den Ohren
So langsam, bar jeder Anstrengung, ohne Mühe
Den Milky Way, die ganze Milchstraße anrührend
Mit Hörnern Hufbeschlag beinahe schon berührend
Segeln an ihm vorbei zwei fulminante Kühe
Die Stadtbewohner blicken nie nach oben
Sie merken nichts die Optik ist verschoben
Die Groschenzähler schöpfen aus dem vollen
Das bringt sie regelmäßig ja zum weinen
Sie tun genau das was sie nicht mehr wollen
Erzählen das was sie nicht wirklich meinen
Wäre ihr Sinn nur wenig feiner
Doch so bemerkt dann wirklich keiner
Von diesen irrenden Passanten
Im gelben Dunst, dem Wolkenschaum
Auf seinem Weg durch Zeit und Raum
Den stillen Riesen-Elefanten