Die Pferdewagen kamen zur Ecke Pastorengang/Rosengang und die Kutscher ließen vom Hufschmied Gerdau ihre Pferde beschlagen. Es stoben die Funken in alle Richtungen und ich machte einen großen Bogen um das lärmintensive Geschehen. Entweder war ich auf dem Schulweg oder wollte meine Freundin A. in der Kieler Straße besuchen. Ihre Eltern hatten das Bekleidungsgeschäft "Ernst Lorenzen". Die Kieler Straße war in der NS-Zeit kurzzeitig in “Adolf-Hitler-Straße” umbenannt worden. Ansonsten war sie die Hauptstraße der kleinen Hafenstadt und vornehmer als die übrigen kleinen Gassen oder Gänge in der Nähe des Meeres. Pferdekutschen gehörten in jener Zeit noch zum hauptsächlichen Fortbewegungsmittel der Wahl.
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