In der modernen Welt zählt nur er, ...
Feststellung zum Thema Zeitgeist
von S4SCH4
Kommentare zu diesem Text
Du kennst dich im Backgewerbe aus! 
Ich war noch nie um 6 beim Bäcker, aber öfter schon bei KaVau.
Weniger wegen der Frische der angebotenen Produkte, als der eigenen: Earlybird for ever. Wurmfangend, aber zuweilen ausspeiend ...
Ich war noch nie um 6 beim Bäcker, aber öfter schon bei KaVau.
Weniger wegen der Frische der angebotenen Produkte, als der eigenen: Earlybird for ever. Wurmfangend, aber zuweilen ausspeiend ...
Von meiner geheimen Liaison zum frischen Brotlaib weißt du nun.
Aber wer so früh am rumvogeln ist, ist sicher auch nicht viel besser.
Wir sind alles keine Engel, nicht?
Aber wer so früh am rumvogeln ist, ist sicher auch nicht viel besser.
Wir sind alles keine Engel, nicht?
Antwort geändert am 03.10.2026 um 11:55 Uhr
Als Bäcker, Herr des eigenen Betriebes, noch selbst ihre Produkte ferigten, vor 45 Jahren, fing der Meister um 2 Uhr, am Morgen, an. Die Mitarbeiter um 4.
Was nicht verkauft war, Plastiksack, Gefriertruhe, Aufbacken, ...
Merkt's der Kunde?
Die Uhr hat Macht. Die Peitsche der Moderne. Arbeitszeiterfassung, Arbeitszeiterrte, Vorgaben. Hasten von Termin zu Termin. Von Verpflichtung zu Verpflichtung
Ist es anders als in der Steinzeit, wegen Hunger dem Mammut nachjagen? Im Mittelalter, beim Kerzenschein oder auf dem Acker?
War nicht nur das Korsett nicht so eng gebunden?
Was nicht verkauft war, Plastiksack, Gefriertruhe, Aufbacken, ...
Merkt's der Kunde?
Die Uhr hat Macht. Die Peitsche der Moderne. Arbeitszeiterfassung, Arbeitszeiterrte, Vorgaben. Hasten von Termin zu Termin. Von Verpflichtung zu Verpflichtung
Ist es anders als in der Steinzeit, wegen Hunger dem Mammut nachjagen? Im Mittelalter, beim Kerzenschein oder auf dem Acker?
War nicht nur das Korsett nicht so eng gebunden?
Hallo EVdR,
danke für deinen Kommentar. Und berechtigterweise fragst du, ob früher alles besser war?
Es ist nicht so, dass ich darauf nicht eingehen mag, aber mir geht es mittlerweile eher um diesen Unterschied mit der Uhr. Früher war nicht alles besser, aber der Takt der Geschäftigkeit war noch nicht so bestimmend, so maßgeblich für die Realität.
Die Uhr ist sicherlich in diesem Taktgefüge, ein Werkzeug, aber auch verdingt und im Gebrauch als solches, weil es den Takt auch messbar macht.
Doc ich sehe die Uhr als positive Errungenschaft an und verteufele sie nicht, aufgrund ihres Wirkens auf den Menschen, das alles macht er ohnehin selbst. Buhmannschmuckstück Uhr? Vielleicht, sie hilft aber fraglos: Vereinbarungen treffen zu können, Pünktlichkeit zu erzielen (also Verbindlichkeit), usw. Sie selbst ist nicht schuld am Menschen und wie er sich einem Takt unterwarf.
Dieser Takt ist Marschschritt, ein nervöses Fingertippen auf dem Tisch, wenn man Antworten erwartet von einem Gegenüber, ein nicht ganz abgestellter Wasserhahn oder eben der durchgetaktete Alltag. Ein wenn ich dies tat, werde ich jenes tun und dann ….
Die Uhr ist Sündenbock dafür, weil sie diese Unterwerfung und Versklavung aufdeckt und sich benutzen lässt den Unflat einen Rahmen zu geben. Am Ende ist es aber das Bild des Menschen, das darin hängt.
LG sascha
danke für deinen Kommentar. Und berechtigterweise fragst du, ob früher alles besser war?
Es ist nicht so, dass ich darauf nicht eingehen mag, aber mir geht es mittlerweile eher um diesen Unterschied mit der Uhr. Früher war nicht alles besser, aber der Takt der Geschäftigkeit war noch nicht so bestimmend, so maßgeblich für die Realität.
Die Uhr ist sicherlich in diesem Taktgefüge, ein Werkzeug, aber auch verdingt und im Gebrauch als solches, weil es den Takt auch messbar macht.
Doc ich sehe die Uhr als positive Errungenschaft an und verteufele sie nicht, aufgrund ihres Wirkens auf den Menschen, das alles macht er ohnehin selbst. Buhmannschmuckstück Uhr? Vielleicht, sie hilft aber fraglos: Vereinbarungen treffen zu können, Pünktlichkeit zu erzielen (also Verbindlichkeit), usw. Sie selbst ist nicht schuld am Menschen und wie er sich einem Takt unterwarf.
Dieser Takt ist Marschschritt, ein nervöses Fingertippen auf dem Tisch, wenn man Antworten erwartet von einem Gegenüber, ein nicht ganz abgestellter Wasserhahn oder eben der durchgetaktete Alltag. Ein wenn ich dies tat, werde ich jenes tun und dann ….
Die Uhr ist Sündenbock dafür, weil sie diese Unterwerfung und Versklavung aufdeckt und sich benutzen lässt den Unflat einen Rahmen zu geben. Am Ende ist es aber das Bild des Menschen, das darin hängt.
LG sascha
Ein Haiku:
Die Armbanduhren
fangen die Zeit für uns ein
lauter Handschellen
Punkt.
Grüßle,
sonoco
Die Armbanduhren
fangen die Zeit für uns ein
lauter Handschellen
Punkt.
Grüßle,
sonoco
Hallo sonoco,
danke, dass Du dein Haiku an dieser Stelle teilst.
Meine Ansicht zur Uhr könntest du dem 18:07 Kommentar an EVdR entnehmen, wenn Du magst.
Ansonsten trotzdem danke, ja.
LG Sascha
danke, dass Du dein Haiku an dieser Stelle teilst.
Meine Ansicht zur Uhr könntest du dem 18:07 Kommentar an EVdR entnehmen, wenn Du magst.
Ansonsten trotzdem danke, ja.
LG Sascha
Hallo Sascha,
so einen Job hatte ich auch schon einmal, da trug ich Zeitungen aus. Um 3.45Uhr bekam ich die Tageszeitungen/Briefe und um 6.00 Uhr musste ich spätestens die letzte Zeitung in die BK einwerfen.
Deinen Text find ich grossartig, hatte ich auch schon mal kurz überlesen und empfohlen
Im Takt sein, getaktet sein, taktvoll sein, tiktak, Taktik...ein weites Feld von Vorgaben
Du kennst sicher ein Taktell auch Metronom genannt das kann helfen beim z.b Gitarre spielen den gewünschten Takt zu halten..
LG Nuna
Danke. Mir scheint Du könntest den Text noch um Einiges weiterentwickeln.
An das Metronom dachte ich auch, habe es dann aber durch den Einfall mit dem Gedicht oben nicht weiter verfolgt.
btw. Ich hoffe deine Betätigung im Chor trägt Früchte.
Ich wünsche es Dir.
LG Sascha
An das Metronom dachte ich auch, habe es dann aber durch den Einfall mit dem Gedicht oben nicht weiter verfolgt.
btw. Ich hoffe deine Betätigung im Chor trägt Früchte.
Ich wünsche es Dir.
LG Sascha