Die Uhr – oder was von ihr übrig blieb – ist nur noch taktreicher Schmuck.
Denn wir leben nach eingetakteten Kausalitäten.
Auf einer eng getakteten Meetingkalenderlandkarte.
Oberhalb von taktilen Eingabegeräten,
Zu getakteten Rechenmaschinen geführt.
Und es dirigiert ein (Moral-)Stock (aka Keule), um taktvoll zu bleiben.
Ein Gedicht:
So tun wir takttäglich
etwas für etwas, das
uns den Herzschlag nahm
und ihn selbst gegen
uns verwendet.
Eine Anekdote:
Nicht derjenige, der um Punkt 6 Uhr zur Öffnung einer Bäckerei da ist, bekommt die frischesten Brötchen, sondern derjenige, der den Takt abpasst und weiß, wie ab Punkt 6 Uhr angefangen wird zu arbeiten. Es braucht nämlich eine Zeit, bis der Ofen warm ist, die Brötchen auf Blechen ausgebreitet sind und schließlich im Ofen landen, bis sie fertig und frisch sind. Was es um 6 Uhr gibt? Na klar, Ware vom Vortag…